Archiv der Kategorie: Rubrik Müll

TRASH ME –

Hallo Zusammen,

diese Idee fand ich so plakativ inspirierend, dass ich trotz meiner 7-Tage-Woche unbedingt ein kurzes Lebenszeichen geben muss. Mehr über Rob und seine Idee findet ihr hier.

Wir alle können diese fünf Verhaltensumstellungen, die Rob in seinem Video vorschlägt, in unser Leben integrieren. :) oder nicht?

Lasst mich wissen, wie ihr das findet!

Liebe müde Grüße, Esther

Advertisements

Alternative Verpackung: So schön könnte es sein

Milch anstatt Plastik

Das hört sich vielleicht im ersten Moment gut an, schmeckt allerdings im Nachgang ganz schön bitter. Also wird zukünftig die Milch aus der Massentierhaltung zu Verpackungsmaterial? Wir würden Unmengen an Plastikverpackung einsparen. Das ist eine schöne Nachricht. Die Industrie muss die Produktion nicht verändern, der Konsument kann seine gewohnten Verhaltens- und Wegwerfmuster beibehalten. Eine Win-win Situation könnte man meinen. Bei mehr als 8 Millionen Tonnen Plastikmüll die geschätzt jährlich im Mehr landen sind wir um jede Entdeckung froh. Stimmt das wirklich?

„Vor allem muss das Produkt auch günstig sein, damit es kommerziell mithalten kann.“

Das bedeutet es wird weiterhin Milch auf die grausame Art produziert. Nur kommt sie dann nicht mehr auf den Teller, oder direkt in den Gulli, sondern macht den Umweg in die Verpackung. Ich kann einfach nicht verstehen, warum wir das Rad immer neu erfinden müssen, nur damit alle diesen amerikanisch – postmodernen Lebensstandard halten oder entwickeln? Unsere schnelllebige ignorante Wegwerf-Bestell-Bequemlichkeitsgesellschaft macht mich wütend und traurig. Die essbare Verpackung muss dann aus hygienischen Gründen wieder in eine Plastik- oder Alu- oder Kartonumverpackung! Das Kommt dann in einen großen Karton. Die großen Kartons werden zum Transport auf Paletten rundum mit Plastikfolie geschützt. Ich finde, da haben wir doch extrem viel Verpackungsmaterial gespart.

Das erinnert mich an den Biokraftstoff. Ein toller Grundgedanke. In letzter Zeit mal über Land gefahren? An einem so schönen sonnigen Tag wie heute macht es extrem viel Freude. Auf der Zugfahrt von Nord- nach Süddeutschland habe ich mir den Spaß erlaubt, bei jedem sichtbaren Genmaisfeld „Genmais“ zu sagen. Die Mitreisen dachten ich sei aus einer Anstalt ausgebrochen. Natürlich benötigen wir alternative regenerative Ideen und Umsetzungen. Doch wenn alle einfach weiterhin so wirtschaften wie bisher, nur dass sie anstatt mit einem alten Auto mit einem schadstoffarmen SUV fahren und anstatt unbeschwert wie in den 80ern nun mit schlechtem Gewissen die xte Fug- oder Geschäftsreise antreten, dann werden wir sicherlich bald mehr Energiepflanzen anbauen müssen und noch mehr Milch produzieren, um weniger Verpackungsmüll zu erzeugen. Die Grundnahrungsmittel lassen wir aus ländlichen rückständigen Gegenden in Fernost oder Übersee einfliegen. Da gelten nicht unsere Umweltauflagen, Arbeitsbedingungen etc. – das macht es so günstig. Das schlimme ist: Wir sind unglaublich gut informiert und handeln dennoch nicht „enkeltauglich“. Infos zu den Folgen von extensivem Genmaisanbau findet ihr z.B. hier.

Auch der Gedanke hinter foodsharing ist prima. Unmengen an engagierten Menschen spenden ihre Zeit und Energie, um Lebensmittel zu retten. Allerdings frage ich mich – wie so oft – warum können wir Bürger nicht einsehen, dass es eine Stunde vor Ladenschluss nicht noch 55 unterschiedliche – vor allem frische – Backwaren zur Auswahl geben muss? Warum investieren tausend helfende Hände die Zeit, damit die Firmen weiterhin ihre eingefahrenen Strukturen aufrechterhalten und weiterhin zu viel produzieren? Diese Ketten können damit werben, dass sie bis zum Ladenschluss die Theke voll haben. Am Ende müssen sie sich nicht mal um die Entsorgung kümmern, denn dafür stehen die fleißigen Freiwilligen ja gleich bereit und arbeiten diskret, kompetent und zuverlässig. Und jeder Betrieb, der eine Kooperation mit foodsharing eingeht erhält einen grünen Anstrich.

Sicherlich wird auch nicht die Milch aus der Überproduktion in einer Verpackung landen, sondern dafür wird sich in Windeseile ein neuer Markt kreieren, der Profit und Greenwasching verbindet. Nico Paech würde das als Verschlimmbesserung bezeichnen.

Den Artikel der Süddeutschen über das sogenannte BIO-PLASTIK findest du hier.

Macht euch das auch so sprachlos wie mich? 25 Cent erhält der Bauer für einen Liter keimfreie sauber abgelieferte Milch. Und da fragen wir uns, warum es nur noch Massentierhaltungen gibt.

Ich glaube unser einziger Weg ist die Reduktion und Verhaltensänderung. Auf welcher Stufe der Maslowschen Bedürfnispyramide siehst du dich?

Zero Waste zum Grillfest

Was bringt man als veganer Plastik- und Müllvermeider nur zu einem geselligen Grillfest mit lieben Menschen mit? (ich wollte schon ein schlechtes Gewissen schreiben – nein Quatsch keine Moralkeule zum Grillen, vielmehr Modellernen oder Soziales Lernen)

  • selbstgemachte Smoothies in kleinen und größeren Portionen: Hier eine grüne (Sellerie, Apfel, Salat, Paprika, Gurke, Ingwer, Brokkoli) und eine rote (Rote Beete, Apfel, Blumenkohl, Brokkoli, Urkarotten, Karotten, Banane) Variante. Die Gläser können prima gekühlt werden, auch in bereitgestellten Wasserbehältern. Der Schraubverschluss verhindert, dass suizidale Fliegen im Getränk ein letztes Bad nehmen. Und natürlich kann auch direkt aus dem Glas getrunken werden. Am Schluss alles einsammeln, auswaschen – vola der nächste Einsatz kommt bestimmt.
  • Brot im Stoffbeutel (Dazu eine kurze Begebenheit: In der Happy Hour Schlange des Traditions-bio-Bäckers stand ein Mann vor mir, um seine Brotreserven für die gefühlt nächsten 4 Wochen aufzufüllen. Nach eigenen Worten friert er alles ein. „Daher bitte jedes Brotviertel extra einpacken“. Was soll ich sagen? Warum bin ich nicht auf einen Großeinkauf vorbereitet? Noch nicht mal eine Einkaufstasche? Also Unmengen an Biobrot zu kaufen bedeutet noch nicht „bio“ Verhalten an den Tag zu legen. Ich konnte es mir verkneifen. Stattdessen habe ich meinen etwas zu kleinen Beutel mit Nachdruck und Hilfe von der Dame hinter mir zwei riesigen Broten gequetscht. Dazu erklärte ich den Wartenden und Beobachtenden in der Schlange hinter mir, dass ich auf Plastik- und Müllvermeidung achte. Die Frage ist, welches Beispiel war eindrücklicher? Ein Mann mit 15 extra Beuteln oder ich mit meinem Jutezwang? Ich werde das weiter beobachten und mit gutem Beispiel voran gehen. Es gibt ja keine Alternative.)
  • Frischer Tomatenaufstrich im Glas
  • Gemüse für den Grill

Es ist nicht so, dass ich oft zum Grillen gehe. Vor allem nicht an öffentlichen Plätzen. Das letze mal war ich vor ca. 5 Jahren an der wunderschönen Isar. Sie mäandert seit der Renaturierung mitten durch das Herz der Stadt. Im Grunde ist es die Schlagader Münchens. Für mich auf jeden Fall. Damals war ich kurz davor mit einem angetrunkenen Bierdeckel werfenden Individuum eine Grundsatzdiskussion mit der Faust aus zutragen. (Dumm-Dreistigkeit macht mich leider so was von aggressiv.) Seitdem bin ich nicht mehr an der Isar sobald es nach Grillwetter riecht.

Beim Grillen muss kein Müll entstehen. Klingt komisch, ist aber so. Es gab schon ein Leben vor der convenience- Wegwerfgrill-Lebenseinstellung. Alles sofort haben und genau so auch wieder loswerden. Schwups, fallen oder stehen lassen. Wir wissen alle, dass kann sich nicht ewig halten. Vielleicht ist es nur eine Phase?!. Es kann nicht mehr lange dauern, bis diese Unmengen an Müll und der Arbeitsaufwand zur Beseitigung, Früchte tragen. Ich finde es nur urkomisch, dass sich mir-doch-egal-Menschen dann aufregen, wenn die Ratten sich vermehren und ihren Teil vom Kuchen abhaben möchten.

Ich wünsche euch einen Nager freien Abend! ;)

Wie gestaltet ihr eure Ausflüge? Grillen geht auch anders oder?

Kleine Erfolge?! im Bereich Plastik

oder erste Blüten?

Ich freue mich über jeden Funken Hoffnung. Hoffnung in Form von Artikeln und kleinen Schritten. Wenn Edeka und DM nun keine Plastiktüten mehr im Sortiment haben oder KiK Plastiktüten abschaffen möchte, dann ist das doch schon ein Fortschritt. Auch wenn wir in den 80er Jahren schon einmal dort waren. Und dann wieder davon abkamen. „Here we go again„. Und vielleicht gelingt es uns nun besser.

Wenn das „Käsblatt“ Artikel über Plastikvermeidung und alternative Lösungen zeigt, dann freue ich mich ungemein, denn das zeigt, das Thema erhält mehr Präsenz. Es rückt immer mehr in den Alltag der Menschen und genau da gehört es hin. Plastikvermeidung wird vielleicht etwas mehr Mainstream? „Hallo München“ ist eine Stadtzeitung mit einer Auflage von einer Million. Wäre doch ein Traum, wenn vielleicht 50% die Zeitung lesen und es bis zur Seite 6 schaffen und dort etwas von den beiden plastikfreien Läden in München lesen.

KiK möchte vielleicht lediglich sein Image mit einem süßen Delfin für 80.000 pro Seite aufbessern? Erst heute habe ich darüber gelesen, dass vier Überlebende der Katastrophe in der Bekleidungsfabrik in Bangladesch, einen Prozess gegen den deutschen Konzern anstreben. Weniger Plastiktüten in denen Menschen die Einkäufe von KiK nach Hause tragen freut mich dennoch ungemein. (Auch wenn wahrscheinlich 80 % der Waren bei KiK aus Plastik bestehen. Irgendwo ist immer ein Anfang.)

Erst am Wochenende habe bei der Ausstellung PlasticWelten im Stadtteilkultur 2411 gelernt, dass auch wir Deutsche über die Donau Millionen Tonnen Plastikmüll in das Schwarze Meer entsorgen. Katharina Schulze (Landtagsabgeordnete von den Grünen) hat das in ihrer Eröffnungsansprache zusammengefasst.

Für Interessierte: Es existiert ein Pilotprojekt des Umweltbundesamtes zur Messung der Plastikverschmutzung in der Donau. Österreich liegt zum Beispiel bei ca. 40 Tonnen Plastikmüll jährlich.

In Österreich sind jährlich ca. 1,4 Millionen Tonnen Kunststoff im Umlauf, davon gelangt ein Teil auch in die Flüsse. Pro Tag ist laut der Studie mit durchschnittlich 25 – 145 kg Kunststoffeintrag in die Donau zu rechnen (das sind durchschnittlich 40 Tonnen pro Jahr), ein Wert der bedeutend geringer ausfällt, als jener einer Studie aus dem Jahre 2014. Zum großen Teil kommen diese Einträge aus diffusen Quellen, deren genaue Eintragspfade noch zu klären sind, der Rest kommt aus kunststoffproduzierenden und -verarbeitenden Betrieben. Quelle 

Falls ihr noch herkömmliche Pflegeprodukte verwenden solltet, hier gibt es einen schönen BUND-Einkaufsratgeber, in dem alle Produkte mit MIKROPLASTIK aufgelistet sind. Schaut doch mal nach, ob ihr die Creme wechseln solltet. ;)

 

Falsche Gerechtigkeit?

Schaut euch bitte mal das Foto an!

DSC_1098

Dieses Verhalten führt zu einem Bußgeld von 25,- Euro. Eine Verwarnung der Landeshauptstadt. Beweismittel: Foto!

Mein Leihwagen steht im sogenannten Straßenbegleitgrün. Ich habe mir die Zeit genommen, mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Baureferates zu telefonieren. Da ich kein Auto besitze und den Leihwagen nur während Produktionen fahre, wollte ich herausfinden, ob sich etwas an den Regeln geändert hat. „Nein, bislang habe ich wohl Glück gehabt“ OK, danke. Die Straße ist ziemlich eng und die Autos werden bekanntlich immer breiter und die Zeit kostbarer, deswegen rasen so viele durch diese Straße und deswegen parke ich tendenziell weiter Richtung Grün. Ist ganz falsch! Nie machen! Laut dem freundlichen Beamten gilt es als vorsätzliches Vergehen und ist grundsätzlich höher zu bestrafen, als normales Falschparken. „Falschparken“, so dass die Radfahrer und Fußgänger oder Autofahrer behindert werden, ist nicht so schlimm. Nicht so vorsätzlich. Ich hatte kurz das Gefühl der Beamte wollte mir sagen, dass ich im bunten Blumenbeet stehe. Mir, die ich fast 200 km Radweg in der Woche zurücklege und ziemlich grün angehaucht bin. Mein Argument, dass dieses Blumenbeet ein ungepflegter Hundeklo und Müllentsorgungsstreifen, der lediglich die Straße von der Autobahnabgrenzung trennt, ist, hat den guten Mann auch nicht aus der Fassung gebracht. Schließlich ist es nicht die Schuld der Landeshauptstadt, dass viele Menschen und Hundebesitzer Ignoranten und Müllschweine sind. Stimmt das? Also warum ist es OK, wenn ich den Müll überall dort fallen lasse, wo ich mich danach fühle, parken darf ich allerdings nicht dort. Das kostet gleich 25,- Euro. Ich hätte meinen Einmalgrill, meine Plastiktüte mit den Grillresten und dem halben Schweinekopf dort entsorgen können, mein Hund kann dort jeden Tag das Aussteigen der Menschen aus ihren Blechkisten beglücken, aber bitte nicht dort parken. Hm. Solange ich kein Schutt ablade bleibt alles wohl ein Kavaliersdelikt? Vielleicht sollten wir an den ganzen Vorschriften schrauben, in die eine oder andere Richtung?!

Natürlich verstehe ich es, dass die Stadt hier Vorschriften hat und auch Geld verdienen muss. Wir müssen ja alle irgendwie Geld verdienen. Allerdings habe ich in den fast drei Jahren, in denen ich hier wohne, noch keinen fleißigen Mitarbeiter vom Baureferat gesehen, der diesen Streifen pflegt, reinigt oder was auch immer die Landeshauptstadt zum Anlass nimmt, dieses Straßenbegleitgrün mit Bußgeldern vor Wandalen wie mir zu bewahren.

Meine Ideen liegen eher in einem Bußgeld für das Verkaufen von Einmal-Grillausstattung, dem vorsätzlichen Hinterlassen von Flaschen und Hausmüll an allen erdenklichen Ecken und wie hier an wirklich schönen und gepflegten Naturschutzgebieten. Warum ist das cool und hip geworden seinen Konsum so zur Schau zu stellen und sich um nichts als sich selbst zu kreisen und davon bitte noch drei Selfies ins Netz zu stellen? Das finde ich zum Kotzen und ein Bußgeld wert.

….Nun bin ich schon wieder ausfallend geworden ;(

 

Do you know: fishingforlitter?

 

Heute wurde ich auf eine Aktion aufmerksam gemacht. Nach dem Motto „Politik der kleinen Schritte„. Kennt ihr das bereits?

Es ist ein wenig schwierig zu sehen, wie viel Fisch weiterhin aus unseren Meeren gefischt wird. Trotz aller Einsicht in das Müllproblem wird die Überfischung nicht thematisiert. Im Film werden vor allem die kleinen Fischerboote gezeigt. Ich frage mich, was ist mit diesen Fischfangriesen?

Dennoch immerhin wird der Müll gesammelt, fachgerecht entsorgt und gelistet. Mir war nicht klar, dass andere Fischer, die nicht an diesem Programm teilnehmen den Müll aus den Netzen immer wieder ins Meer werfen. Auch aus dem Grund, dass sie im Hafen dafür sonst zahlen müssten. Schaut euch doch mal den Film an und sagt mir was ihr davon haltet.

Und das wird im Meer gefunden: 88% Plastiktüten, 38 % Plastikflaschen etc. – Ich verstehe zwar nicht, wie das alles zusammen am Ende 100% ergeben soll. Doch die Gewichtung scheint trotzdem klar.

 

Ich wünsche mir Regen!

Ihr werdet euch sicher fragen, ob ich noch ganz richtig ticke. Endlich ist der Frühling da. Er zeigt sich direkt von seiner schönsten Seite. Das Wetter ist herrlich. Die Luft geschwängert vom süßlichen Duft der blühenden Farbenpracht. Blütenpollen und summende Bienen schwirren in der Luft. Ich liebe das. Wer liebt das nicht – höchstens Allergiker. Der Duft von Sommer und Unbeschwertheit liegt in der Luft. Aber warum dann bitte Regen?

Am sonnigen Wochenende nahmen wir an einer Betriebsbesichtigung mit den Genossen/innen vom Kartoffelkombinat teil. Toll. Fast 100 Menschen mit eher mehr als weniger ökologischem Ansinnen. Manche offensichtlich mit Anti-Atomkraft T-Shirts, ohne Schuhe oder im klassischen Naturbatik-Look und andere in vielfachen Schattierungen von einfach normal wie du und ich. Es gab Pfandflaschen, gesunde Mitbringsel in Tupperware, lebendige Gespräche und motivierende Zukunftsideen. Kinder, die ohne Tablet und Handy spielen konnten. Belebend anders, so stelle ich mir meine Welt vor.

Wir waren mit dem Rad dort. Insgesamt ca. 80 km im Sattel. Es ist ja immer wieder faszinierend wie schnell man im Grünen ist und wirklich noch Wald, freilaufende Tiere und Landwirtschaft sieht – und riecht. Tierfreunde, die nächtlich Straßen sperren, damit die Kröten ungestört den Asphalt kreuzen können. :) Da geht einem doch das Herz auf. Oder nicht? Kurz sah ich mich in der heroischen Szene von Herr der Ringe, als alle wahren Kämpfer aus vielen Teilen von Mittelerde mit ihren Pferden zusammengerufen wurden, um als Auserwählte über die Zukunft des Rings zu entscheiden. ;)

Und dann schlägt einem der Montag mit aller Wucht ins Gesicht. Rechts eine und links eine hinterher. Ich quäle mich aus dem warmen Bett und werde vom Stau, Hupen und Autolawinen begrüßt. Stimmt Ferienende! Auf dem Rad wird es nicht besser. Alle haben das letzte Schokoei mit dem Vorsatz mehr Sport zu machen in sich reingedrückt. Ich stehe auf dem Radweg im Stau. Jogger so weit das Auge reicht. Menschen, die gefühlt Jahre nicht mehr am Straßenverkehr teilgenommen haben, kreuzen meinen Weg und ich freue mich an jedem Adrenalinschock, der ins leere läuft. Die Arbeit ist mühsam, denn obwohl alle aus den Osterferien zurück sind, geht nichts weiter, weil nun erst sämtliche Mails und Anliegen abgearbeitet werden müssen und das dauert bekanntlich. Zu allem Überfluss noch ein Stück Kuchen, der wirklich nicht gut schmeckte und überhaupt nicht in den Ernährungsplan passt. Mist.

DSC_0960_1

Die Fahrt nach Hause endet im Desaster. Menschen, überall. Solche mit Hunden an der Leine, andere mit Hunden, die weder hören noch sehen noch eine Idee haben, wo sie laufen möchten. Die ersten Gruppen an Menschen, die sich beim Vorbeifahren als zufällig zusammengewürfelte Gruppe erweisen und sich gerade die gegenseitigen Respektlosigkeiten zurufen. Jogger in kurzen und Joggerinnen in noch kürzeren Outfits. Kinder in Kinderwagen, bei ersten Fahrversuchen auf dem Rad im Feierabendverkehr, mehr Radler, Radler mit Kinderanhänger. Solche Radler die um die Ecke blicken können und sehen, dass die Kurve frei ist. Bewundernswert. Achtung Rentner mit Stock kreuzen die Radelautobahn. Vorsicht, dicke Radler mit E-bikes, die keine Idee von ihrer Geschwindigkeit haben. Noch mehr Hunde, Spaziergänger und ja Partyvolk mit Bierträgern und großen Gepäckstücken. Cyborgs, die in ihren engen Radlerhosen einfach rechts, links – egal, überholen, und koste es was es wolle, jetzt ihre Bestzeit radeln müssen.

Alle genießen das schöne sonnige Frühlingswetter auf ihre Art. Herrlich so ein entspannter Ausklang vom hektischen Tag.

Und so sieht es dann am Dienstag früh aus:

Wer möchte bitte im Müll oder in Scherben sitzen, fahren oder laufen? Wer ist so blöd und stellt seine Bierflaschen auf die Brüstungen? Macht keiner. Super! Danke! Sicherlich könnte ein Optimist behaupten, wie sauber alles ist, wenn man bedenkt, dass Millionen Menschen die Isarauen zur täglichen Erholung, als Sportplatz oder als Arbeitsweg nutzen. Leider wurde ich nicht als Optimist geboren. Das natürlichste Mittel zur Müllvermeidung ist Regen. Ab Donnerstag soll es wieder regnen. Hoffentlich auch am Wochenende! ;)

Mehr Infos zur Isar seht ihr hier: so sieht es aus