Archiv der Kategorie: Recycling

Kleine Erfolge?! im Bereich Plastik

oder erste Blüten?

Ich freue mich über jeden Funken Hoffnung. Hoffnung in Form von Artikeln und kleinen Schritten. Wenn Edeka und DM nun keine Plastiktüten mehr im Sortiment haben oder KiK Plastiktüten abschaffen möchte, dann ist das doch schon ein Fortschritt. Auch wenn wir in den 80er Jahren schon einmal dort waren. Und dann wieder davon abkamen. „Here we go again„. Und vielleicht gelingt es uns nun besser.

Wenn das „Käsblatt“ Artikel über Plastikvermeidung und alternative Lösungen zeigt, dann freue ich mich ungemein, denn das zeigt, das Thema erhält mehr Präsenz. Es rückt immer mehr in den Alltag der Menschen und genau da gehört es hin. Plastikvermeidung wird vielleicht etwas mehr Mainstream? „Hallo München“ ist eine Stadtzeitung mit einer Auflage von einer Million. Wäre doch ein Traum, wenn vielleicht 50% die Zeitung lesen und es bis zur Seite 6 schaffen und dort etwas von den beiden plastikfreien Läden in München lesen.

KiK möchte vielleicht lediglich sein Image mit einem süßen Delfin für 80.000 pro Seite aufbessern? Erst heute habe ich darüber gelesen, dass vier Überlebende der Katastrophe in der Bekleidungsfabrik in Bangladesch, einen Prozess gegen den deutschen Konzern anstreben. Weniger Plastiktüten in denen Menschen die Einkäufe von KiK nach Hause tragen freut mich dennoch ungemein. (Auch wenn wahrscheinlich 80 % der Waren bei KiK aus Plastik bestehen. Irgendwo ist immer ein Anfang.)

Erst am Wochenende habe bei der Ausstellung PlasticWelten im Stadtteilkultur 2411 gelernt, dass auch wir Deutsche über die Donau Millionen Tonnen Plastikmüll in das Schwarze Meer entsorgen. Katharina Schulze (Landtagsabgeordnete von den Grünen) hat das in ihrer Eröffnungsansprache zusammengefasst.

Für Interessierte: Es existiert ein Pilotprojekt des Umweltbundesamtes zur Messung der Plastikverschmutzung in der Donau. Österreich liegt zum Beispiel bei ca. 40 Tonnen Plastikmüll jährlich.

In Österreich sind jährlich ca. 1,4 Millionen Tonnen Kunststoff im Umlauf, davon gelangt ein Teil auch in die Flüsse. Pro Tag ist laut der Studie mit durchschnittlich 25 – 145 kg Kunststoffeintrag in die Donau zu rechnen (das sind durchschnittlich 40 Tonnen pro Jahr), ein Wert der bedeutend geringer ausfällt, als jener einer Studie aus dem Jahre 2014. Zum großen Teil kommen diese Einträge aus diffusen Quellen, deren genaue Eintragspfade noch zu klären sind, der Rest kommt aus kunststoffproduzierenden und -verarbeitenden Betrieben. Quelle 

Falls ihr noch herkömmliche Pflegeprodukte verwenden solltet, hier gibt es einen schönen BUND-Einkaufsratgeber, in dem alle Produkte mit MIKROPLASTIK aufgelistet sind. Schaut doch mal nach, ob ihr die Creme wechseln solltet. ;)

 

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Reparaturwerkstatt: Ist das schon Up-cycling?

Anstatt durch die Welt zu tingeln, stand auch am letzten Feiertag wieder das Reparieren der Klamotten meiner Freunde auf dem Programm. Und ich habe sogar ein paar Fotos gemacht, um mit euch die Ideen zu teilen. Viel Kunst ist nicht dabei. Es sollte funktional und mit den vorhandenen Möglichkeiten machbar sein. Seht selbst!

Da ich aus dem Modebereich komme, weiß ich wie weit und belastet der Weg der Kleidung ist. Je länger wir die Kleidung tragen, desto besser ist es. Natürlich müssen wir nicht in Sack und Asche rumlaufen. Es gibt Unmengen an guten Up-cycling Ideen und Möglichkeiten. Allerdings hört für mich Up-cycling dort auf, wo wir neue Kleidung einkaufen. Oder versteht ihr unter Up-cycling ein neues Shirt bei H&M zu kaufen, um daraus ein total individuelles Teil in Batik-Look zu kreieren?

Schaut euch den Weg einer Jeans mal hier an! Aber natürlich wissen wir das alles. Dennoch, die neue Saison an „must-have“, Schnäppchen und Frühjahrsmodellen steht vor der Tür. Das schöne, wir können selbst entscheiden, was brauche ich, was brauche ich bestimmt nicht. Wie sexy Verzicht sein kann, wird bereits ausreichend thematisiert. Meist als post-industrielle Beschäftigung von Bildungsbürgern mit Weltrettungssyndrom. Das lasse ich mal so stehen. Das aber die „Geiz ist geil“- Zeit langsam vorbei ist, würde ich mit Blick auf mein Umfeld sofort unterschreiben. Ich schweife ab.

Hier noch zwei einfache Varianten, wie aus alten Sporthosen wieder funktionsfähige fast neuwertige Modelle werden. Die Gesäßnaht war eingerissen, passiert zu gerne nach Jahren des Gebrauchs. Ich habe einen keilförmigen Einsatz und einen schmalen Streifen verwendet. Ton in Ton sollte es schon sein. Wenigstens auf der Außenseite :) Und bei allem gilt, je weniger synthetische Fasern, desto besser. In diesem Sinne, einen schönen Abend.

Was habt ihr am Feiertag gemacht?

Nachhaltigkeit ist keine Modefrage

Ein Feiertag ist genau der rechte Anlass, um sich den Dingen zu widmen, die sonst im Alltag zu kurz kommen. Die Frage ist nur, welches „Ding“ von der weiten Palette seine Berechtigung erhält. Auch wenn Minimalisieren und Achtsamkeit auf der Lebensabschnitt-Agenda steht. Es wollen neben der Arbeit, Haushalt, Familie, Freunde, Gesundheit, Sport, Weiterbildung viele Interessen und Verpflichtungen gesehen werden.

Ich habe zwei Dinge gleichzeitig gemacht. Auch wenn Niko Paech kein Freund von Multitasking ist, habe ich den Abend mit ihm und meinen Sportschuhen verbracht.

Dieses Interview ist sehr lebendig und gibt einen guten Einblick in die Welt, in der ich gerne leben würde.

Nebenbei stand das Reparieren meiner Lauf- und Sportschuhe auf dem Plan. Wenn ihr auch viel in Bewegung seid und Sport zu eurem täglichen Leben gehört, dann sind euch die Verschleißerscheinungen an den Schuhen vielleicht auch bekannt. Meine Schuhe sahen so aus:

Löcher, die ich von Innen nach Außen gebohrt habe oder solche die von Außen entstanden sind. Damit die Schuhe länger halten und weiterhin ordentlich aussehen, muss das Loch rechtzeitig gestopft werden. Minimal invasiv quasi :) Sicherlich ist der Faden in der richtigen Farbe zu wählen und am Besten im Muster der Schuhe arbeiten. Ich habe hier nicht so viel Mühe auf die Optik gelegt, sondern das eher funktional gesehen.

Nun sehen sie wieder ordentlich aus, so das ich sicherlich noch lange weiterlaufen kann, ohne an eine Neuanschaffung zu denken. Die Sohle wird leider den Neukauf bestimmen.

Während ich Teil 2 anhörte, habe ich die Kleidung von Freunden repariert. Somit habe ich mich ganz in Niko Paechs „schöner neuer Welt“ bewegt:

  1. Güter länger nutzen und damit der Industrie und dem Konsum die kalte Schulter zeigen
  2. Ressourcen sparen
  3. Selbst reparieren
  4. Austausch an Dienstleistungen
  5. Vernetzung mit Geich-denkenden 

Was macht ihr um euch auf eine Postwachstumsökonomie einzustellen und Suffizienz zu leben?

Thematisch passend verlinke ich hier zu Maria  

Life Hacks – oder Kleinvieh macht auch Mist

Heute möchte ich euch mal kurz meine gesammelten Bemühungen zur ökologischeren Herangehensweise mit ganz normalen kleinen Umstellungen im Alltag präsentieren. Sicherlich sind einige Tipps dabei, die ihr schon kennt, vielleicht könnt ihr dennoch einen neuen Gedanken entdecken und das ein oder andere anwenden oder umsetzen. :)

Strom / Energie:

  • Wir sparen Strom, in dem wir alle elektrischen Geräte ausschalten, wenn wir sie nicht benötigen. Also nix Stand-By Modus. Praktisch ist eine Leiste mit Schaltknopf.
  • Unter der Woche ist unser Internet tagsüber ausgeschaltet. Nachts machen wir das Gleiche. Wir müssen ja nachts oder wenn wir in der Arbeit sind keine Mails abrufen oder erreichbar sein. Die Box freut sich auch über ein paar kühlere Stunden.
  • Wir nutzen wann immer möglich das Tageslicht fürs Studieren, Lesen etc. sonst beleuchten wir ausschließlich den Raum in dem wir uns befinden und nicht die gesamte Wohnung. (Sparlampen, bzw. LED werden ausgetauscht, sobald die alten Lampen das Leben beendet haben! Nicht vorher)
  • Wenn wir etwas im Ofen backen, dann kommt oft auch noch ein Gebäck hinterher, damit der Ofen nicht für eine Geschichte alleine angeheizt wird. Nach dem Backen nutzen wir die Restwärme um die Wohnung zu heißen.
  • Grundsätzlich reduzieren wir unsere elektrischen Geräte auf die Minimalausstattung. Nachdem unser Staubsauger sein Leben ausgehaucht hat, wird er nicht ersetzt, sondern wir nutzen den Besen bzw. Wischmop.
  • Mein Telefon ist grundsätzlich auf Stromsparmodus, da erhalte ich erstens nicht ständig Benachrichtigungen und die Akkulaufzeit verlängert sich rapide.
  • Alternativ zu Fernreisen: „Zuhause“ Urlaub machen
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Zingst 2014

  • Öfter mal das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Je mehr man sich daran gewöhnt, desto einfacher läuft alles, und fitter werdet ihr auch noch gratis.
Jpeg

Oft ist man fast alleine in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ;)

Müll:

  • Bitte keine Werbung“ an unserem Briefkasten wirkt Wunder.
  • Bei sämtlichen adressierten Werbesendungen oder Katalogen, Mitgliedszeitungen, Infobroschüren hilft ein Anruf  beim Absender: „Bitte tragen Sie mich aus Ihrem Verteiler aus!“. Das praktiziere ich leidenschaftlich auch in der Arbeit. Die Post, die seit Jahren von allen ungelesen in den Müll geworfen wurde, entsteht so nicht. Oft sind die Mitarbeiter in den Firmen sehr freundlich und einsichtig.
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Firmen-Bestellung für Reinigungstabs: Riesiger Karton, ein Berg Plastik-Polsterfolie, Buntdruck Katolog, Lieferschein, Tabs in Plastikbehälter. Meine Kritik beim Hersteller war erfolglos

  • Wenn möglich unverpackt einkaufen und natürlich immer einen Jutebeutel und ein Gefäß im Rucksack mitnehmen. Falls ihr doch mal spontan etwas anlachen sollte.
  • Auf dem Wochenmarkt oder bei kleinen unabhängigen Läden einkaufen. Oft sind die Mitarbeiter oder Besitzer viel entspannter und geben gerne Waren ohne Tüte oder in das mitgebrachte Gefäß. Mit der Zeit gewöhnen sich die Leute an deine Angewohnheit und dann läuft alles automatisch. Zudem zeigt man auch anderen Leuten, dass unverpackt einkaufen kein Hexenwerk ist. :)
  • Vorrausschauend planen: Das gilt für fast alle Aspekte. Es ist viel einfacher etwas auf dem Weg zur oder von der Arbeit zu erledigen und dann direkt alles Notwendige dabei zu haben, als öfter zusätzliche Besorgungen zu machen. Je einfacher und unkomplizierter das Einkaufen ist, desto wahrscheinlicher ist das lange dabeibleiben.
  • Weniger und dafür die richtigen hochwertigen Sachen besitzen und verwenden. Das müssen nicht unbedingt neue Sachen sein, oft sind die geerbten Gegenstände, Möbel, Kleider hochwertiger und langlebiger als neues Zeug „made in far away“
  • Weniger bestellen, liefern lassen, Take Away, Fast Food etc. oder wenn es mal nicht anders geht, bei ökologischen Zero-Waste Firmen bestellen
  • Mehr recyceln und wiederverwenden, austauschen und länger verwenden
  • DIY: Wir stellen einige Sachen selbst her, das spart Müll, Schadstoffe und macht Laune – und ja das kostet natürlich Zeit – aber wozu verwenden wir die Zeit sonst?
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Salat im Jutebeutel

Lebensmittel:

  • Keine Angst vor wilden – neuen Kreationen! Wir kochen grundsätzlich neue Kombinationen, da wir die Lebensmittel verwenden, die verzehrt werden müssen. Dadurch entsteht ein recht abwechslungsreicher Menüplan. Wir und unsere Gäste sind oft überrascht, was alles kombiniert werden kann :)
  • Vorrausschauende Planung ist auch in Sachen Lebensmitteleinkauf und Verwertung hilfreich. Ich kann ungelogen behaupten, dass wir vielleicht maximal im Halbjahr eine halbe Frucht oder Salatgurke entsorgen müssen, da wir nicht gemerkt haben, dass das gute Stück schlecht wurde.
  • Wertschätzung! Hochwertige Lebensmittel einkaufen und diese auch so behandeln! Ihr werdet vielleicht argumentieren, dass sich das nicht jeder leisten kann. Ich frage mich warum wir uns das leisten billige in Plastik, Alu und Karton verpackte industrielle Lebensmittel zu kaufen? Vielleicht zahlen wir jetzt weniger und können dadurch verschwenderisch und teilweise fast wahllos mit dem Essen umgehen. Allerdings zahlen unsere Kinder und Enkel den Preis, den wir uns jetzt so schön eingespart haben um damit Elektroschrott und Plastik aus Asien für die lieben Kleinen zu finanzieren.
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Am Ende bleibt immer nur Plastikmüll

  • Vorwiegend regional und saisonal einkaufen, heimische Kleinbauern unterstützen
  • Teil einer solidarischen Landwirtschaft werden
  • Foodsharing unterstützen oder einfach nur mitmachen?
  • Nachbarschaftlicher und freundschaftlicher Tauschhandel: Das macht nicht nur das Miteinander angenehmer, es hilft auch in vielerlei Hinsicht. Wer freut sich nicht, wenn ein Nachbar oder Freund eine Säge ausleihen kann und ihr dafür mal selbstgeerntete Kräuter bekommt.
  • Weniger tierische Produkte konsumieren! Auch wenn es schwer fällt, es hilft allen Beteiligen und vor allem der Umwelt.
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Lebende Kuh

Sicherlich habe ich noch Unmengen an Dingen und Sachen vergessen. Die meisten Verhaltensweisen sind so normal, dass sie nicht als mitteilungswürdig erachtet werden.

Was denkt ihr, was fehlt hier noch unbedingt?

Minimalismus: Mehr ist einfach zu viel

Ist es nicht schön, wenn die Arbeit langsam Früchte trägt?

Der Weg zu weniger Besitz, geht nicht über Nacht. Wahrscheinlich ginge es schon, es wäre allerdings in meinen Augen nicht nachhaltig noch sinnvoll. Minimalismus ist für mich kein Stilmittel, sondern vielmehr eine logische Konsequenz auf dem Weg zu einer ökologischeren und leichteren Lebensweise. Ähnlich wie der Verzicht auf Fleisch oder Plastikverpackungen ist der Prozess jedoch vielleicht am Besten als wellenförmig zu beschreiben. :)

Kennt ihr den Hang Dinge und Sachen retten zu müssen? Viele Sachen habe ich geerbt oder bei Haushaltsauflösungen von Freunden mitgenommen. Ich liebe altes  „Zeug“ mit Charakter und Geschichte. Oft kann ich das nicht ertragen, dass Sachen, die noch vollkommen funktionsfähig sind ausgetauscht werden. So enden immer wieder gebrauchte Möbel, Porzellan, Lampen, Rahmen … in unserem Haushalt.

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2014: Von allem zu viel

Zu viel ist allerdings zu viel! Wie geht es euch? Müsst ihr 4 Schüsseln aus dem Schrank nehmen um an die Sachen dahinter zu gelangen? Ich finde das mühsam. Da unsere Wohnung recht wenig Stauraum bietet, kam alles in ein offenes Regal. Offenes Regal heißt mehr Unruhe und mehr Arbeit. Wir haben natürlich auch über eine Schiebetür nachgedacht. Doch die Idee mehr zu kaufen, um dann den Besitz nicht mehr sehen zu müssen, hat eine Veränderung bewirkt. Brauchen wir wirklich so viele Gläser? Wenn Gäste kommen vielleicht. Allerdings wie oft ladet ihr 50 Gäste ein?

Aussortieren fällt einfach, wenn klar ist was nutze ich überhaupt. Was benötige ich oft und was nur gelegentlich? Wir konnten fast alle Sachen an Menschen verschenken, die zu wenig haben. Erbstücke, von denen ich mich emotional nur schwer trennen konnte, gingen an andere Familienmitglieder oder enge Freunde. Somit bleibt es auch Teil meines Lebens, nur dass ich es nun nicht mehr abstauben muss und andere es wirklich nutzen können. Das ist viel ökonomischer und ökologischer. So macht Loslassen Freude und gibt Raum für Ideen, Zeit fürs Schreiben von Beiträgen und Platz fürs Atmen.

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März 2016: Das Regal wartet auf einen neuen Besitzer

Das leere Regal wirkt nun wie ein Gerippe – ein Mahnmal für den Besitz, der viel Lebenszeit und Raum raubt. :)

Abschiedsbrief an einen hungrigen Freund

Lieber blauer Freund,

danke für die gemeinsame Zeit! Danke für deine Treue, Aufopferung und Ausdauer. Danke für deine Zuverlässigkeit!

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Der blaue Freund

Nach geschätzten 20 Jahren und unzähligen Wohnungswechsel geht unsere Beziehung zu ende. Heute wirst du deine letzte Reise zum Wertstoffhof antreten. Ich habe dich geerbt und seither immer pfleglich behandelt, dennoch scheint dein Motor müde und dein Leben erfüllt. Du konntest den Hals nie voll genug bekommen. Du hinterlässt einen leeren unbenutzten Beutel, da bin ich traurig. Ich wollte dich nicht gehen lassen, solange noch alles rund läuft. Nun ist es an der Zeit Danke und Tschüß zu sagen.

Ab jetzt haben wir einen Besen der deine Dienste verrichtet, weniger Strom, weniger Plastik, weniger Lärm, weniger Stauraum. Das wird schön! 

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Die Zeit hinterlässt ihre Spuren

DIY: Nie wieder BH kaufen!?

Liebe Männer, heute nur für Frauen!

Nähbegeisterte Männer können natürlich weiterlesen! ;)

Vielleicht kennt ihr das selbst. Nach ein paar Jahren des Gebrauchs, sehen BH’s oft ganz anders aus. Manche verlieren ähnlich wie T-Shirts die Form, bei anderen wird der Stretch-Anteil im Träger porös, oder das Material gibt nach und die BH’s werden einfach zu weit. Ich kaufe ausschließlich teure Modelle. Erstens halten diese länger, zweitens ist die Passform besser und drittens sind billige Modelle oft nur in A und B Korb vertreten. Meine BH’s leben über Jahrzehnte mit mir. Da lohnt sich die Anschaffung eines qualitativ hochwertigen Modells.

 

Mein Trick, damit die Beziehung immer angenehm und wohlgeformt bleibt, ich ändere meine Wegbegleiter immer wieder ab. Mal wird eine Seitennaht gesetzt, weil das Material sich ausgeweitet hat. Dann kürze ich Träger oder zur Not ersetzte ich auch welche. Ich trenne den Verschluss ab, kürze den Stoff und nähe den Verschluss wieder an. Bei Sport BH’s trenne ich auch schon mal den Träger ab und entnehme die Verstell-Elemente und nähe den Träger wieder passend zusammen. Da drücken sich dann beim Schulterstand nicht die Plastikteile in die Haut. Das passiert mir sonst bei intensiven Sporteinheiten schon mal häufiger.

So bleiben die BH’s nicht nur lange bei mir, sondern sie passen und sehen ordentlich aus. Was will ich mehr. ;) jedes Teil, dass ich nicht kaufen muss, macht mir extreme Freude und der Umwelt auch.

Wie geht es euch damit? Ändert ihr auch eure Dessous?

Verlinkt zu Maria von widerstandistzweckmaessig. Klick auf das Banner!

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