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DIY Haarshampoo und Deo aus Natron

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Kaiser Natron

Natron der Alleskönner

Natron wird schon seit dem frühen Altertum verwendet. Die alten Ägypter gewannen Natron aus den Seen des Tales Natron. In Europa wird Natron heute aus Kochsalz hergestellt. Dabei wird Chlor gegen Karbonat ausgetauscht. Hier könnt ihr noch mehr erfahren.

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Natron-Shampoo

Nachdem ich nun ein paar Monate mit Haarseifen, Roggenmehl und mit reinem Bürsten experimentiert habe, bin ich auf Natron als Shampoo gestoßen. Ich kann euch sagen, probiert es bitte aus! Sicherlich gibt es unterschiedliche Geschmäcker, Vorlieben und Ansprüche, was die Haarpflege betrifft. Für mich als Person mit langem feinem Haar, mit Tendenz zu leicht fettiger Kopfhaut und trockenen Spitzen ist das Shampoo aus Natron wunderbar.

Die Herstellung des Natron-Haarshampoo

Eine Menge Natron in ein Gefäß geben, mit kochendem Wasser auffüllen, schütteln, fertig. Das überschüssige Natron, welches das gesättigte Wasser nicht mehr aufnehmen kann, setzt sich am Boden ab. Einfach beim nächsten Aufgießen mit heißem Wasser weniger Natron dazugeben.

Wer eine genaue Anleitung braucht, der sollte das mal ausprobieren:

  • 150ml Wasser kochen, optimal 2 Minuten lang kochen lassen
  • 1 Teelöffel (5 g) Natron / Natriumhydrogencarbonat in ein Gefäß geben
  • Wasser dazugeben
  • Schäumen abwarten (ca. 3 Sekunden), dann evtl. umrühren mit Glas-oder Holz-Löffel

Die Anwendung

Die abgekühlte Mischung auf das nasse Haar geben und besonders den Ansatz damit einmassieren. Vergleichbar wie die Verwendung von herkömmlichem Shampoo. Die Dosierung ist vielleicht am Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da die wässrige Konsistenz des Natron-Haarshampoo ungewohnt ist.

Natrondeo

Die gleiche Mischung verwende ich auch als Deo. Das funktioniert hervorragend. Nachdem ich selbst die sensitiven natürlichen Deos nicht mehr vertrage und von allen Produkten früher oder später einen Ausschlag bekomme, ist Natrondeo eine echte Alternative. Ein positiver Nebeneffekt der veganen Ernährung ist die Tatsache, dass ich einfach nicht mehr so stark schwitze bzw. rieche. Das ist jetzt kein so leckeres Thema, dennoch wichtig, denn ich bin jeden Tag aktiv, unter Menschen, beim Sport oder in der Arbeit. Ich will ja nicht, dass meine Umgebung unter meinem „Ökofimmel“ leiden muss. :)

Allerdings ist bei aller Begeisterung für ein einfaches, günstiges und plastikfreies Produkt ein Beigeschmack enthalten, denn ohne Schadstoffe kann Natron auch nicht erzeugt werden.

Vielleicht habt ihr noch eine bessere Alternative? Wie geht es euch mit Natron als Hausmittel? Ich verwende Natron sowohl in der Küche als auch in der selbstgemachten Zahncreme. Ich freue mich über Ideen und Erfahrungsberichte!

Shampoo aus Roggenmehl

Falls ihr auch auf der Suche nach einer Alternative für das Shampoo in der Plastikflasche sein solltet, dann ist das vielleicht eine Idee:

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Nach vielen verschieden verpackungsfreien Haarseifen bin ich auf dieses Haar-Video gestoßen. Leider habe ich das wohl nicht komplett angesehen, denn seit Wochen verwende ich Roggenmehl, allerdings trocken. Ihr könnt euch vorstellen, wie die Dusche aussah.

Katrin, die Inhaberin der Plastikfreien Zone in München, hat mir heute einen guten Tipp gegeben. Das Roggenmehl muss wie ein Sauerteig angerührt werden und sollte dann etwas quellen. Das angerührte Shampoo könnt ihr im Bad in einem Gefäß aufbewahren und einfach immer wieder entsprechend mit Wasser und Mehl auffüllen. Natürlich verteilt sich das Shampoo so viel besser als trocken.

Danke Katrin!

Falls auch ihr ein natürliches, günstiges Shampoo ohne Plastik, ohne Silikone, ohne Parfum und ohne tierische Zusatzstoffe möchtet, dann empfehle ich euch Roggenmehl. Ausprobieren kostet ja nix, den Rest könnt ihr einfach zum Backen verwenden. Der ph-Wert von Roggenmehl entspricht wohl dem der Haare, was besonders gut sein soll.

Ich werde es testen und euch berichten. Falls ihr weitere Tipps haben solltet, dann schreibt mir! Ich freue mich. ;)