About

Mein Weg

Jpeg

Esther 2014

Schon in der Schule hatten meine Klassenkameraden die Angewohnheit meine moralische Größe zu testen. Sie warfen mir den Müll vor die Füße – „na Öko, heb es halt auf“ habe ich durchaus öfter gehört. Meine Mutter hat mich gerne vor die Alternative gestellt: „Entweder du rupfst das Unkraut oder Papa spritzt es!“ .

Anstatt, wie die sympathische Kanadierin Severn Suzuki  vor aller Welt zu bekunden, dass es falsch ist, was passiert, habe ich mich für einen leisen Weg entschieden. In meinem Umfeld habe ich mich zum Beispiel für die Rechte von Mitarbeitern eingesetzt und Mülltrennung initiiert. Sicherlich war das nur ein Tropfen auf den heißen Stein – ich hätte lauter sein können. Leider kann ich auch nicht behaupten, dass ich es Niko Paech gleichgetan habe und nur einmal in meinem Leben geflogen bin. Jahrzehnte arbeite ich bereits in Bereichen, in denen Umweltschutz mit den Füßen getreten wird. Hier ändert sich ganz langsam das Denken, das Handeln hinkt allerdings mit großen Schritten hinterher.

Ich denke schon, dass ich mich mit meiner Art zu leben schuldig gemacht habe. Wäre ich in den Schuhen meiner Kindheit weitergegangen, dann wäre es ein unbequemer und umweltfreundlicher Weg gewesen. Ökos waren nicht „in“. Aber auch ich wollte – wie alle um mich herum – nur raus in die Welt, in die Stadt, mein Glück wagen, Geld verdienen und mir was leisten können. Eine Zeit lang war das angenehm, allerdings hatte ich keine Zeit Geld auszugeben, da ich nur gearbeitet habe. Und ja, ich habe KONSUMIERT um zu KOMPENSIEREN. Vielleicht nicht so viel wie andere Menschen aber für meine Verhältnisse extrem viel. Da ich nie Zeit hatte, kaufte ich sogar einmal 7 Paar Schuhe in der halben Stunde vor Ladenschluss. (Die Hälfte musste ich verschenken, denn Zuhause – bei Sinnen – passten sie nicht mehr richtig).

Die Zeit, die ich für meinen Weg gebraucht habe, die muss ich anderen Menschen ebenso zugestehen. Auch wenn es natürlich schwer fällt.  Das ist als würden Eltern ihrem Kind einen Rat geben, dies oder das nicht zu tun, da sie selbst schon den gleichen Fehler gemacht haben. Das hat auch noch nie funktioniert. Der Erkenntnisprozess dauert seine Zeit. Ich hoffe nur, wir lernen schneller – lieber „change by design“ anstatt „change by disaster“.

Mittlerweile bin ich wieder bei den Basics angekommen und das fühlt sich so viel besser an. Ich lebe ich in einem festen Umfeld. Ich trenne mich vom Überfluss. Wir verschenken, spenden oder verkaufen die meisten Gegenstände, Bücher, CD’s, DVD’s etc. Wir essen einfach und weitgehend regional saisonal zu 98% vegan. (Mein Partner lebt vegetarisch). Die größte Veränderung kam dieses Jahr jedoch mit unserem Projekt „plastikfrei einkaufen“ hinzu.

In diesem Blog möchte ich über meinen Weg erzählen, mich austauschen und die Diskussion anregen. Ich möchte zeigen, wie einfach und angenehm viele umweltfreundliche Praktiken in den Alltag übernommen werden können und wie wertvoll die Lebenszeit durch die Veränderungen wird. Ich freue mich über alle Tipps – Austausch – Ideen

 

My path to a more sustainable life 

Jpeg

Esther 2014

I began to realize that after decades of struggling with my desire to be a better version of myself: there is no perfect me. I have the chance and the responsibility to choose the steps I take, every day. In writing this Blog I found a way to express my thoughts, to connect with others, to bond. „Be the change you want to see in others“. Let us do this now! Every day – with every step. I’m looking forward to meet you! 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s