Archiv für den Monat August 2016

Mein Liebling: Rote Beete Smoothie

  • 1 -2 Rote Beete (mit Blätter und Stielen )
  • 2 Karotten
  • 2 Äpfel
  • etwas Mangold
  • etwas Staudensellerie
  • kl. Stück Ingwer (kein Muss) (Ingwerwurzeln lassen sich mit viel Geduld zuhause züchten.)

Der Smoothie ist dank Apfel, Karotten und rote Beete leicht süß und sehr nahrhaft. Ein wenig Leinsamen dazu geben, dass rundet den Geschmack ab und fördert die Verdauung.

Rote Beete lässt sich mit fast allen Gemüse- Obst- Salatsorten mischen. Sehr lecker ist auch die Kombi mit Spinat. In den letzten Wochen liebe ich allerdings rote Beete mit Apfel oder doch einfach nur pur. Meine Lust auf einfache Speisen und Getränke steigt wohl mit der Außentemperatur. Rote Beete als Smoothie verliert (nach meinem Geschmack) den erdigen Ton, den viele in gekochtem oder frischen Zustand nicht mögen. Gekühlt oder mit einem Teelöffel Leinsamen (verändert auch die Konsistenz) einfach köstlich. Das schöne daran:

  1. Rote Beete und Apfel gibt es regional.
  2. Der Geschmack ist unglaublich.
  3. Kaum Kalorien.
  4. Rote Beete lässt trotz der Süße nicht den Blutzuckerspiegel hochschnellen.
  5. Es geht fix.
  6. Sieht toll aus:DSC_1372

Und wenn ich mir die Tagespresse ansehe, dann gibt es massive Gründe immer wieder den ökologischen Vorteil einer vorwiegend regionalen und saisonalen Kost zu betonen und hier kreativ am Werk zu sein. Es müssen nicht ständig Südfrüchte oder Flugobst auf den Tisch. Wir wissen doch alle wie unverträglich unser Hunger nach Gesundheit, Frische und ständiger Verfügbarkeit ist und die Welt langfristig verändert. Siehe zum Beispiel den heutige Artikel über Avocadoanbau in Mexiko.

Ich habe heute mit einer Freundin den Apfelbaum im nahe gelegenen Park besucht und mithilfe einer selbstgebauten Pflückhilfe ein paar Äpfel geerntet. Die meisten Leute kaufen lieber die glatten „Pink Lady“ aus NZ. Schade. Ernten macht so viel Freude, auch bei Regen. ;)

Fenchel – Staudensellerie Rhabarber Smoothie

  • Stück Staudensellerie
  • 2 – 3 süße Äpfel
  • 1 Stange Rhabarber
  • 2- 3 Blätter Salat
  • 3 – 4 Datteln

Gut, die Rhabarber-Zeit ist leider schon wieder vorbei. Wie schnell die Zeit doch dahin rast. ;)

Dieser frische Smoothie ist sehr leicht, etwas säuerlich und köstlich erfrischend. Frischen Staudensellerie habe ich erst in diesem Jahr wieder für mich entdeckt. Während der Weiterbildung gab es einen köstlichen Salat aus sehr fein geschnittenem Staudensellerie. Danach gab es kein halten mehr und das gute Zeug musste in alles verarbeitet werden, vorzugsweise roh. (je knackiger desto besser)

Staudensellerie ist vollgepackt mit Vitaminen und wertvollen Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Phosphor, auch ätherisches Öl. Zudem soll die Staude harntreibend wirken. ;) Im Sommer werfe ich gerne zusätzlich ein paar Eiswürfel in den Mixer. Wahlweise passt auch frische Minze oder Ingwer dazu. Das belebt und erfrischt.

Viel Freude beim Genießen!

Alternative Verpackung: So schön könnte es sein

Milch anstatt Plastik

Das hört sich vielleicht im ersten Moment gut an, schmeckt allerdings im Nachgang ganz schön bitter. Also wird zukünftig die Milch aus der Massentierhaltung zu Verpackungsmaterial? Wir würden Unmengen an Plastikverpackung einsparen. Das ist eine schöne Nachricht. Die Industrie muss die Produktion nicht verändern, der Konsument kann seine gewohnten Verhaltens- und Wegwerfmuster beibehalten. Eine Win-win Situation könnte man meinen. Bei mehr als 8 Millionen Tonnen Plastikmüll die geschätzt jährlich im Mehr landen sind wir um jede Entdeckung froh. Stimmt das wirklich?

„Vor allem muss das Produkt auch günstig sein, damit es kommerziell mithalten kann.“

Das bedeutet es wird weiterhin Milch auf die grausame Art produziert. Nur kommt sie dann nicht mehr auf den Teller, oder direkt in den Gulli, sondern macht den Umweg in die Verpackung. Ich kann einfach nicht verstehen, warum wir das Rad immer neu erfinden müssen, nur damit alle diesen amerikanisch – postmodernen Lebensstandard halten oder entwickeln? Unsere schnelllebige ignorante Wegwerf-Bestell-Bequemlichkeitsgesellschaft macht mich wütend und traurig. Die essbare Verpackung muss dann aus hygienischen Gründen wieder in eine Plastik- oder Alu- oder Kartonumverpackung! Das Kommt dann in einen großen Karton. Die großen Kartons werden zum Transport auf Paletten rundum mit Plastikfolie geschützt. Ich finde, da haben wir doch extrem viel Verpackungsmaterial gespart.

Das erinnert mich an den Biokraftstoff. Ein toller Grundgedanke. In letzter Zeit mal über Land gefahren? An einem so schönen sonnigen Tag wie heute macht es extrem viel Freude. Auf der Zugfahrt von Nord- nach Süddeutschland habe ich mir den Spaß erlaubt, bei jedem sichtbaren Genmaisfeld „Genmais“ zu sagen. Die Mitreisen dachten ich sei aus einer Anstalt ausgebrochen. Natürlich benötigen wir alternative regenerative Ideen und Umsetzungen. Doch wenn alle einfach weiterhin so wirtschaften wie bisher, nur dass sie anstatt mit einem alten Auto mit einem schadstoffarmen SUV fahren und anstatt unbeschwert wie in den 80ern nun mit schlechtem Gewissen die xte Fug- oder Geschäftsreise antreten, dann werden wir sicherlich bald mehr Energiepflanzen anbauen müssen und noch mehr Milch produzieren, um weniger Verpackungsmüll zu erzeugen. Die Grundnahrungsmittel lassen wir aus ländlichen rückständigen Gegenden in Fernost oder Übersee einfliegen. Da gelten nicht unsere Umweltauflagen, Arbeitsbedingungen etc. – das macht es so günstig. Das schlimme ist: Wir sind unglaublich gut informiert und handeln dennoch nicht „enkeltauglich“. Infos zu den Folgen von extensivem Genmaisanbau findet ihr z.B. hier.

Auch der Gedanke hinter foodsharing ist prima. Unmengen an engagierten Menschen spenden ihre Zeit und Energie, um Lebensmittel zu retten. Allerdings frage ich mich – wie so oft – warum können wir Bürger nicht einsehen, dass es eine Stunde vor Ladenschluss nicht noch 55 unterschiedliche – vor allem frische – Backwaren zur Auswahl geben muss? Warum investieren tausend helfende Hände die Zeit, damit die Firmen weiterhin ihre eingefahrenen Strukturen aufrechterhalten und weiterhin zu viel produzieren? Diese Ketten können damit werben, dass sie bis zum Ladenschluss die Theke voll haben. Am Ende müssen sie sich nicht mal um die Entsorgung kümmern, denn dafür stehen die fleißigen Freiwilligen ja gleich bereit und arbeiten diskret, kompetent und zuverlässig. Und jeder Betrieb, der eine Kooperation mit foodsharing eingeht erhält einen grünen Anstrich.

Sicherlich wird auch nicht die Milch aus der Überproduktion in einer Verpackung landen, sondern dafür wird sich in Windeseile ein neuer Markt kreieren, der Profit und Greenwasching verbindet. Nico Paech würde das als Verschlimmbesserung bezeichnen.

Den Artikel der Süddeutschen über das sogenannte BIO-PLASTIK findest du hier.

Macht euch das auch so sprachlos wie mich? 25 Cent erhält der Bauer für einen Liter keimfreie sauber abgelieferte Milch. Und da fragen wir uns, warum es nur noch Massentierhaltungen gibt.

Ich glaube unser einziger Weg ist die Reduktion und Verhaltensänderung. Auf welcher Stufe der Maslowschen Bedürfnispyramide siehst du dich?

Mangold-Staudensellerie Smoothie

Frische Explosion: Dem Sommer sei Dank!

Und das kommt in den Mixer: 

  • 2 Blätter bunter Mangold
  • reichlich Staudensellerie
  • 2  – 3 Äpfel
  • 4 Mandeln
  • 2 – 4 Dateln
  • Ingwer nach Geschmack

Mangold enthält viel Vitamin K, A und E zudem Natrium, Magnesium, Eisen und Kalium. Je frischer Mangold verarbeitet wird, desto besser. Die feinen Blätter des Staudensellerie sind ebenso reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Zudem sollen die sekundären Pflanzenstoffe einen positiven Effekt auf den Stoffechsel haben.

Und womit verbringt ihr euren Sommer?