Archiv für den Monat Juni 2016

Kleine Erfolge?! im Bereich Plastik

oder erste Blüten?

Ich freue mich über jeden Funken Hoffnung. Hoffnung in Form von Artikeln und kleinen Schritten. Wenn Edeka und DM nun keine Plastiktüten mehr im Sortiment haben oder KiK Plastiktüten abschaffen möchte, dann ist das doch schon ein Fortschritt. Auch wenn wir in den 80er Jahren schon einmal dort waren. Und dann wieder davon abkamen. „Here we go again„. Und vielleicht gelingt es uns nun besser.

Wenn das „Käsblatt“ Artikel über Plastikvermeidung und alternative Lösungen zeigt, dann freue ich mich ungemein, denn das zeigt, das Thema erhält mehr Präsenz. Es rückt immer mehr in den Alltag der Menschen und genau da gehört es hin. Plastikvermeidung wird vielleicht etwas mehr Mainstream? „Hallo München“ ist eine Stadtzeitung mit einer Auflage von einer Million. Wäre doch ein Traum, wenn vielleicht 50% die Zeitung lesen und es bis zur Seite 6 schaffen und dort etwas von den beiden plastikfreien Läden in München lesen.

KiK möchte vielleicht lediglich sein Image mit einem süßen Delfin für 80.000 pro Seite aufbessern? Erst heute habe ich darüber gelesen, dass vier Überlebende der Katastrophe in der Bekleidungsfabrik in Bangladesch, einen Prozess gegen den deutschen Konzern anstreben. Weniger Plastiktüten in denen Menschen die Einkäufe von KiK nach Hause tragen freut mich dennoch ungemein. (Auch wenn wahrscheinlich 80 % der Waren bei KiK aus Plastik bestehen. Irgendwo ist immer ein Anfang.)

Erst am Wochenende habe bei der Ausstellung PlasticWelten im Stadtteilkultur 2411 gelernt, dass auch wir Deutsche über die Donau Millionen Tonnen Plastikmüll in das Schwarze Meer entsorgen. Katharina Schulze (Landtagsabgeordnete von den Grünen) hat das in ihrer Eröffnungsansprache zusammengefasst.

Für Interessierte: Es existiert ein Pilotprojekt des Umweltbundesamtes zur Messung der Plastikverschmutzung in der Donau. Österreich liegt zum Beispiel bei ca. 40 Tonnen Plastikmüll jährlich.

In Österreich sind jährlich ca. 1,4 Millionen Tonnen Kunststoff im Umlauf, davon gelangt ein Teil auch in die Flüsse. Pro Tag ist laut der Studie mit durchschnittlich 25 – 145 kg Kunststoffeintrag in die Donau zu rechnen (das sind durchschnittlich 40 Tonnen pro Jahr), ein Wert der bedeutend geringer ausfällt, als jener einer Studie aus dem Jahre 2014. Zum großen Teil kommen diese Einträge aus diffusen Quellen, deren genaue Eintragspfade noch zu klären sind, der Rest kommt aus kunststoffproduzierenden und -verarbeitenden Betrieben. Quelle 

Falls ihr noch herkömmliche Pflegeprodukte verwenden solltet, hier gibt es einen schönen BUND-Einkaufsratgeber, in dem alle Produkte mit MIKROPLASTIK aufgelistet sind. Schaut doch mal nach, ob ihr die Creme wechseln solltet. ;)

 

Denkwerk ZUKUNFT: Vortrag von Gerald Hüther

„wer glücklich ist kauft nicht“

Eine interessante These von Gerald Hüther. Vielleicht kennt ihr den Vortrag bereits? Wenn nicht, dann vielleicht die 22 Minuten für den Mitschnitt investieren? Inspirierend und motivierend. Wir können uns auch im Alter noch verändern und dazulernen. Die Frage ist, wie motiviert, emotional involviert oder wie leidenschaftlich wir für ein Thema brennen. Und das hat dann mit Zufriedenheit und Glück zu tun.

Gerald Hüther hat allerdings in einem anderen Gespräch das Dilemma angesprochen, dass die Begeisterung für seine Ideen bei den meisten Zuhörern nur solange vorhält, wie sein Vortrag dauert. Veränderung kann erst bewirkt werden wenn wir aktiv werden. Und genau dazwischen liegt ein unglaublich weites Feld, das wir alle kennen. Gerald Hüther ist dazu übergegangen mehr Workshops und praktisches Umsetzen zu praktizieren.

Die Frage ist, was kann jeder von uns, ich und du angehen? Um das Dasein mit mehr Sinn, Befriedigung und Freude füllen! Wo beginnen, wie und was sollte es sein? Ökologischer Leben, mehr Gelassenheit an den Tag legen, ein Projekt initiieren, politisch aktiv werden, endlich ausmisten, weniger Zucker, Fett oder Alkohol konsumieren, eine sinnvolle Tätigkeit finden, mehr Bewegen, gesünder leben, Sprachkenntnisse verbessern, einen neuen Job finden, weniger Kopfschmerzen erzeugen, etwas für die Kinder und Enkel hinterlassen, die Welt retten…? Was immer es ist, wie können wir den ersten Schritt setzen? Reicht ein Vortrag oder muss der Leidensdruck größer sein. Warten bis wir krank sind oder das Konto leer, Tiere ausgestorben, die Kinder ausgezogen….?

„Warum wir nicht tun, was wir für richtig halten- über die Macht tradierten Denkens.“

Vielleicht ist diese Veranstaltung der des Vereins Denkwerk Zukunft am 2. Oktober 2016 in Berlin ein Anstoß zur Aktivität? Oder doch den ersten kleinen Schritt wagen und tatsächlich aktiv werden? Ausbrechen aus den verkrusteten so angenehm langweiligen Strukturen?