Falsche Gerechtigkeit?

Schaut euch bitte mal das Foto an!

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Dieses Verhalten führt zu einem Bußgeld von 25,- Euro. Eine Verwarnung der Landeshauptstadt. Beweismittel: Foto!

Mein Leihwagen steht im sogenannten Straßenbegleitgrün. Ich habe mir die Zeit genommen, mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Baureferates zu telefonieren. Da ich kein Auto besitze und den Leihwagen nur während Produktionen fahre, wollte ich herausfinden, ob sich etwas an den Regeln geändert hat. „Nein, bislang habe ich wohl Glück gehabt“ OK, danke. Die Straße ist ziemlich eng und die Autos werden bekanntlich immer breiter und die Zeit kostbarer, deswegen rasen so viele durch diese Straße und deswegen parke ich tendenziell weiter Richtung Grün. Ist ganz falsch! Nie machen! Laut dem freundlichen Beamten gilt es als vorsätzliches Vergehen und ist grundsätzlich höher zu bestrafen, als normales Falschparken. „Falschparken“, so dass die Radfahrer und Fußgänger oder Autofahrer behindert werden, ist nicht so schlimm. Nicht so vorsätzlich. Ich hatte kurz das Gefühl der Beamte wollte mir sagen, dass ich im bunten Blumenbeet stehe. Mir, die ich fast 200 km Radweg in der Woche zurücklege und ziemlich grün angehaucht bin. Mein Argument, dass dieses Blumenbeet ein ungepflegter Hundeklo und Müllentsorgungsstreifen, der lediglich die Straße von der Autobahnabgrenzung trennt, ist, hat den guten Mann auch nicht aus der Fassung gebracht. Schließlich ist es nicht die Schuld der Landeshauptstadt, dass viele Menschen und Hundebesitzer Ignoranten und Müllschweine sind. Stimmt das? Also warum ist es OK, wenn ich den Müll überall dort fallen lasse, wo ich mich danach fühle, parken darf ich allerdings nicht dort. Das kostet gleich 25,- Euro. Ich hätte meinen Einmalgrill, meine Plastiktüte mit den Grillresten und dem halben Schweinekopf dort entsorgen können, mein Hund kann dort jeden Tag das Aussteigen der Menschen aus ihren Blechkisten beglücken, aber bitte nicht dort parken. Hm. Solange ich kein Schutt ablade bleibt alles wohl ein Kavaliersdelikt? Vielleicht sollten wir an den ganzen Vorschriften schrauben, in die eine oder andere Richtung?!

Natürlich verstehe ich es, dass die Stadt hier Vorschriften hat und auch Geld verdienen muss. Wir müssen ja alle irgendwie Geld verdienen. Allerdings habe ich in den fast drei Jahren, in denen ich hier wohne, noch keinen fleißigen Mitarbeiter vom Baureferat gesehen, der diesen Streifen pflegt, reinigt oder was auch immer die Landeshauptstadt zum Anlass nimmt, dieses Straßenbegleitgrün mit Bußgeldern vor Wandalen wie mir zu bewahren.

Meine Ideen liegen eher in einem Bußgeld für das Verkaufen von Einmal-Grillausstattung, dem vorsätzlichen Hinterlassen von Flaschen und Hausmüll an allen erdenklichen Ecken und wie hier an wirklich schönen und gepflegten Naturschutzgebieten. Warum ist das cool und hip geworden seinen Konsum so zur Schau zu stellen und sich um nichts als sich selbst zu kreisen und davon bitte noch drei Selfies ins Netz zu stellen? Das finde ich zum Kotzen und ein Bußgeld wert.

….Nun bin ich schon wieder ausfallend geworden ;(

 

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3 Gedanken zu „Falsche Gerechtigkeit?

  1. Tabea

    Manchmal sollten sich die Behörden echt zu Tode schämen für ihre Reglungen… Deine Idee mit dem Bußgeld für Einmal-Grill-Ausstattung finde ich richtig genial! Lass uns eine Petition dafür starten ;)
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    Antwort

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