Reparaturwerkstatt: Ist das schon Up-cycling?

Anstatt durch die Welt zu tingeln, stand auch am letzten Feiertag wieder das Reparieren der Klamotten meiner Freunde auf dem Programm. Und ich habe sogar ein paar Fotos gemacht, um mit euch die Ideen zu teilen. Viel Kunst ist nicht dabei. Es sollte funktional und mit den vorhandenen Möglichkeiten machbar sein. Seht selbst!

Da ich aus dem Modebereich komme, weiß ich wie weit und belastet der Weg der Kleidung ist. Je länger wir die Kleidung tragen, desto besser ist es. Natürlich müssen wir nicht in Sack und Asche rumlaufen. Es gibt Unmengen an guten Up-cycling Ideen und Möglichkeiten. Allerdings hört für mich Up-cycling dort auf, wo wir neue Kleidung einkaufen. Oder versteht ihr unter Up-cycling ein neues Shirt bei H&M zu kaufen, um daraus ein total individuelles Teil in Batik-Look zu kreieren?

Schaut euch den Weg einer Jeans mal hier an! Aber natürlich wissen wir das alles. Dennoch, die neue Saison an „must-have“, Schnäppchen und Frühjahrsmodellen steht vor der Tür. Das schöne, wir können selbst entscheiden, was brauche ich, was brauche ich bestimmt nicht. Wie sexy Verzicht sein kann, wird bereits ausreichend thematisiert. Meist als post-industrielle Beschäftigung von Bildungsbürgern mit Weltrettungssyndrom. Das lasse ich mal so stehen. Das aber die „Geiz ist geil“- Zeit langsam vorbei ist, würde ich mit Blick auf mein Umfeld sofort unterschreiben. Ich schweife ab.

Hier noch zwei einfache Varianten, wie aus alten Sporthosen wieder funktionsfähige fast neuwertige Modelle werden. Die Gesäßnaht war eingerissen, passiert zu gerne nach Jahren des Gebrauchs. Ich habe einen keilförmigen Einsatz und einen schmalen Streifen verwendet. Ton in Ton sollte es schon sein. Wenigstens auf der Außenseite :) Und bei allem gilt, je weniger synthetische Fasern, desto besser. In diesem Sinne, einen schönen Abend.

Was habt ihr am Feiertag gemacht?

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7 Gedanken zu „Reparaturwerkstatt: Ist das schon Up-cycling?

      1. sanftmut

        Gerne, würde mich sehr interessieren :)
        Ich würde das, was du gemacht hast, nicht als Up-cycling bezeichnen, weil die Sachen nicht per se aufgewertet werden, sondern eher wiederhergestellt werden. Strenggenommen müsste man es Recycling nennen, weil es dem Kreislauf und seiner eigentlichen Funktion wieder zugeführt wird. Um den Gedanken dahinter aber zu verdeutlichen und da kaputte Sachen oft zu Müll werden, ist es wiederum legitim, es Up-cycling zu nennen :D

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  1. Tabea

    Upcycling heißt für mich ebenfalls, dass ich nur Zeug benutze als Grundlage, dass ich bereits zu Hause habe und so wie es aktuell ist nicht mehr brauchbar ist (Sei es, weil kaputt oder weil es einfach unbeliebt ist).

    Also ich versuche gerade auch, Kleidung möglichst lange zu tragen – und freue mich auch immer, wenn jemand seine aussortierten Sachen bei uns ablädt. So brauche ich nichts Neues kaufen und habe trotzdem immer mal was im Schrank, was da nicht schon seit 10 Jahren ist.

    Liebe Grüße

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    1. Esther Autor

      Das hört sich gut an. Und es macht Spaß! Oder? Früher habe ich schon mal Tage mit Nähen von neuen Kleidern verbracht, die dann doch nicht gefallen oder gepasst haben. Jetzt lese ich lieber und lächle über die Blicke, die Frau schon mal für ihr Erscheinungsbild erhält ;)

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