Life Hacks – oder Kleinvieh macht auch Mist

Heute möchte ich euch mal kurz meine gesammelten Bemühungen zur ökologischeren Herangehensweise mit ganz normalen kleinen Umstellungen im Alltag präsentieren. Sicherlich sind einige Tipps dabei, die ihr schon kennt, vielleicht könnt ihr dennoch einen neuen Gedanken entdecken und das ein oder andere anwenden oder umsetzen. :)

Strom / Energie:

  • Wir sparen Strom, in dem wir alle elektrischen Geräte ausschalten, wenn wir sie nicht benötigen. Also nix Stand-By Modus. Praktisch ist eine Leiste mit Schaltknopf.
  • Unter der Woche ist unser Internet tagsüber ausgeschaltet. Nachts machen wir das Gleiche. Wir müssen ja nachts oder wenn wir in der Arbeit sind keine Mails abrufen oder erreichbar sein. Die Box freut sich auch über ein paar kühlere Stunden.
  • Wir nutzen wann immer möglich das Tageslicht fürs Studieren, Lesen etc. sonst beleuchten wir ausschließlich den Raum in dem wir uns befinden und nicht die gesamte Wohnung. (Sparlampen, bzw. LED werden ausgetauscht, sobald die alten Lampen das Leben beendet haben! Nicht vorher)
  • Wenn wir etwas im Ofen backen, dann kommt oft auch noch ein Gebäck hinterher, damit der Ofen nicht für eine Geschichte alleine angeheizt wird. Nach dem Backen nutzen wir die Restwärme um die Wohnung zu heißen.
  • Grundsätzlich reduzieren wir unsere elektrischen Geräte auf die Minimalausstattung. Nachdem unser Staubsauger sein Leben ausgehaucht hat, wird er nicht ersetzt, sondern wir nutzen den Besen bzw. Wischmop.
  • Mein Telefon ist grundsätzlich auf Stromsparmodus, da erhalte ich erstens nicht ständig Benachrichtigungen und die Akkulaufzeit verlängert sich rapide.
  • Alternativ zu Fernreisen: „Zuhause“ Urlaub machen
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Zingst 2014

  • Öfter mal das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Je mehr man sich daran gewöhnt, desto einfacher läuft alles, und fitter werdet ihr auch noch gratis.
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Oft ist man fast alleine in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ;)

Müll:

  • Bitte keine Werbung“ an unserem Briefkasten wirkt Wunder.
  • Bei sämtlichen adressierten Werbesendungen oder Katalogen, Mitgliedszeitungen, Infobroschüren hilft ein Anruf  beim Absender: „Bitte tragen Sie mich aus Ihrem Verteiler aus!“. Das praktiziere ich leidenschaftlich auch in der Arbeit. Die Post, die seit Jahren von allen ungelesen in den Müll geworfen wurde, entsteht so nicht. Oft sind die Mitarbeiter in den Firmen sehr freundlich und einsichtig.
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Firmen-Bestellung für Reinigungstabs: Riesiger Karton, ein Berg Plastik-Polsterfolie, Buntdruck Katolog, Lieferschein, Tabs in Plastikbehälter. Meine Kritik beim Hersteller war erfolglos

  • Wenn möglich unverpackt einkaufen und natürlich immer einen Jutebeutel und ein Gefäß im Rucksack mitnehmen. Falls ihr doch mal spontan etwas anlachen sollte.
  • Auf dem Wochenmarkt oder bei kleinen unabhängigen Läden einkaufen. Oft sind die Mitarbeiter oder Besitzer viel entspannter und geben gerne Waren ohne Tüte oder in das mitgebrachte Gefäß. Mit der Zeit gewöhnen sich die Leute an deine Angewohnheit und dann läuft alles automatisch. Zudem zeigt man auch anderen Leuten, dass unverpackt einkaufen kein Hexenwerk ist. :)
  • Vorrausschauend planen: Das gilt für fast alle Aspekte. Es ist viel einfacher etwas auf dem Weg zur oder von der Arbeit zu erledigen und dann direkt alles Notwendige dabei zu haben, als öfter zusätzliche Besorgungen zu machen. Je einfacher und unkomplizierter das Einkaufen ist, desto wahrscheinlicher ist das lange dabeibleiben.
  • Weniger und dafür die richtigen hochwertigen Sachen besitzen und verwenden. Das müssen nicht unbedingt neue Sachen sein, oft sind die geerbten Gegenstände, Möbel, Kleider hochwertiger und langlebiger als neues Zeug „made in far away“
  • Weniger bestellen, liefern lassen, Take Away, Fast Food etc. oder wenn es mal nicht anders geht, bei ökologischen Zero-Waste Firmen bestellen
  • Mehr recyceln und wiederverwenden, austauschen und länger verwenden
  • DIY: Wir stellen einige Sachen selbst her, das spart Müll, Schadstoffe und macht Laune – und ja das kostet natürlich Zeit – aber wozu verwenden wir die Zeit sonst?
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Salat im Jutebeutel

Lebensmittel:

  • Keine Angst vor wilden – neuen Kreationen! Wir kochen grundsätzlich neue Kombinationen, da wir die Lebensmittel verwenden, die verzehrt werden müssen. Dadurch entsteht ein recht abwechslungsreicher Menüplan. Wir und unsere Gäste sind oft überrascht, was alles kombiniert werden kann :)
  • Vorrausschauende Planung ist auch in Sachen Lebensmitteleinkauf und Verwertung hilfreich. Ich kann ungelogen behaupten, dass wir vielleicht maximal im Halbjahr eine halbe Frucht oder Salatgurke entsorgen müssen, da wir nicht gemerkt haben, dass das gute Stück schlecht wurde.
  • Wertschätzung! Hochwertige Lebensmittel einkaufen und diese auch so behandeln! Ihr werdet vielleicht argumentieren, dass sich das nicht jeder leisten kann. Ich frage mich warum wir uns das leisten billige in Plastik, Alu und Karton verpackte industrielle Lebensmittel zu kaufen? Vielleicht zahlen wir jetzt weniger und können dadurch verschwenderisch und teilweise fast wahllos mit dem Essen umgehen. Allerdings zahlen unsere Kinder und Enkel den Preis, den wir uns jetzt so schön eingespart haben um damit Elektroschrott und Plastik aus Asien für die lieben Kleinen zu finanzieren.
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Am Ende bleibt immer nur Plastikmüll

  • Vorwiegend regional und saisonal einkaufen, heimische Kleinbauern unterstützen
  • Teil einer solidarischen Landwirtschaft werden
  • Foodsharing unterstützen oder einfach nur mitmachen?
  • Nachbarschaftlicher und freundschaftlicher Tauschhandel: Das macht nicht nur das Miteinander angenehmer, es hilft auch in vielerlei Hinsicht. Wer freut sich nicht, wenn ein Nachbar oder Freund eine Säge ausleihen kann und ihr dafür mal selbstgeerntete Kräuter bekommt.
  • Weniger tierische Produkte konsumieren! Auch wenn es schwer fällt, es hilft allen Beteiligen und vor allem der Umwelt.
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Lebende Kuh

Sicherlich habe ich noch Unmengen an Dingen und Sachen vergessen. Die meisten Verhaltensweisen sind so normal, dass sie nicht als mitteilungswürdig erachtet werden.

Was denkt ihr, was fehlt hier noch unbedingt?

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10 Gedanken zu „Life Hacks – oder Kleinvieh macht auch Mist

  1. Ica

    Hi,
    ich hab das Gefühl, dass deine Aufzählung ziemlich umfassend und für den Alltag vollständig ist. Und das Schöne ist, man muss das ja nicht alles machen. Jeder kleine Bereich, jeder kleine Schritt zählt. Und wenn der dann Gewohnheit ist, kann man sich überlegen, ob man noch mehr machen möchte. So wie es in das eigene Leben passt.
    Eventuell könnte man noch den Bereich Kosmetik/Badezimmer reinbringen, auch wenn das im Prinzip die Punkte sind, die irgendwie schon in den anderen mit drin stecken (Müll, vegan, etc.) aber doch einem alltäglichen eigenen Lebensbereich darstellen.
    Liebe Grüße,
    Ica

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    1. Esther Autor

      Das stimmt Ica. Irgendwie vergesse ich die Badnummer gerne, da ich nur noch die Reste aufbrauche und mich bei den meisten anderen Produkten schon an die Alternativen gewöhnt habe. Wie du sagst. Irgendwann wird es zur Gewohnheit ;)

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  2. sanftmut

    Ähnlich wie mit dem Ofen kann man auch mit dem Herd vorgehen. Wenn ich zum Beispiel Reis koche, setze ich den Reis zuerst auf die Flamme und lasse ihn dann auf einer kalten Flamme ziehen, während ich etwas Anderes auf der heißen Flamme zubereite. Oder ich koche Pellkartoffeln, nachdem ich mein Essen gekocht habe, und verarbeite sie später zu Kartoffelsalat.

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  3. goldenesnix

    Super Aufzählung, vieles davon setzte ich bereits um. Ein „Tipp“ auf den ich in letzter wieder gekommen bin ist einzelne Flecken per Hand aus der Kleidung waschen anstatt dem ganzen Kleidungsstück. Ich weiß es ist sehr banal aber das geriet bei mir über die Jahre schlichtweg in Vergessenheit.

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  4. Lotte

    Suchmaschine: statt google–> ecosia.org. Ecosia ist eine Suchmaschine, die mindestens 80% ihres Gewinns aus Werbeeinnahmen an ein Aufforstungsprojekt in Burkina Faso spendet. So macht jeder Klick wenigstens Sinn.
    Außerdem: wenn man die Internetadresse kennt: bitte gleich im Browser eingeben statt in die Suchmaschine um dann die dort gefundenen Links zu klicken. spart energie

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