Minimalismus: Mehr ist einfach zu viel

Ist es nicht schön, wenn die Arbeit langsam Früchte trägt?

Der Weg zu weniger Besitz, geht nicht über Nacht. Wahrscheinlich ginge es schon, es wäre allerdings in meinen Augen nicht nachhaltig noch sinnvoll. Minimalismus ist für mich kein Stilmittel, sondern vielmehr eine logische Konsequenz auf dem Weg zu einer ökologischeren und leichteren Lebensweise. Ähnlich wie der Verzicht auf Fleisch oder Plastikverpackungen ist der Prozess jedoch vielleicht am Besten als wellenförmig zu beschreiben. :)

Kennt ihr den Hang Dinge und Sachen retten zu müssen? Viele Sachen habe ich geerbt oder bei Haushaltsauflösungen von Freunden mitgenommen. Ich liebe altes  „Zeug“ mit Charakter und Geschichte. Oft kann ich das nicht ertragen, dass Sachen, die noch vollkommen funktionsfähig sind ausgetauscht werden. So enden immer wieder gebrauchte Möbel, Porzellan, Lampen, Rahmen … in unserem Haushalt.

DSC_0406

2014: Von allem zu viel

Zu viel ist allerdings zu viel! Wie geht es euch? Müsst ihr 4 Schüsseln aus dem Schrank nehmen um an die Sachen dahinter zu gelangen? Ich finde das mühsam. Da unsere Wohnung recht wenig Stauraum bietet, kam alles in ein offenes Regal. Offenes Regal heißt mehr Unruhe und mehr Arbeit. Wir haben natürlich auch über eine Schiebetür nachgedacht. Doch die Idee mehr zu kaufen, um dann den Besitz nicht mehr sehen zu müssen, hat eine Veränderung bewirkt. Brauchen wir wirklich so viele Gläser? Wenn Gäste kommen vielleicht. Allerdings wie oft ladet ihr 50 Gäste ein?

Aussortieren fällt einfach, wenn klar ist was nutze ich überhaupt. Was benötige ich oft und was nur gelegentlich? Wir konnten fast alle Sachen an Menschen verschenken, die zu wenig haben. Erbstücke, von denen ich mich emotional nur schwer trennen konnte, gingen an andere Familienmitglieder oder enge Freunde. Somit bleibt es auch Teil meines Lebens, nur dass ich es nun nicht mehr abstauben muss und andere es wirklich nutzen können. Das ist viel ökonomischer und ökologischer. So macht Loslassen Freude und gibt Raum für Ideen, Zeit fürs Schreiben von Beiträgen und Platz fürs Atmen.

DSC_0942_1

März 2016: Das Regal wartet auf einen neuen Besitzer

Das leere Regal wirkt nun wie ein Gerippe – ein Mahnmal für den Besitz, der viel Lebenszeit und Raum raubt. :)

Advertisements

3 Gedanken zu „Minimalismus: Mehr ist einfach zu viel

    1. Esther Autor

      Ja, das geht mir auch oft so. Wir verkaufen oder verschenken auch viel. Im Umsonst Laden ist kaum Platz, dort habe ich nur ein paar Bücher und DVD`s abgeben können. Die Bibliotheken oder Oxfarm wollte auch keine Bücher, die älter als zwei Jahre sind. Aber mit einem langen Atem finden die Sachen dann doch immer eine glückliche neue Heimat. Einen schönen Sonntag! Esther

      Gefällt 1 Person

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s