Resignation ist keine Lösung

Was hat die Ausrottung der Tier- und Pflanzenwelt nur mit mir zu tun?

Das könnten und sollten wir uns vielleicht öfter fragen!?

Ein fiktives Gespräch mit dem letzten Bullen seiner Art. Manchmal ist es kaum zu ertragen wie blöd, unersättlich, ignorant und verblendet der Mensch ist. Natürlich sind nicht alle so und doch werden wir sicherlichauch in den folgenden Jahren eine Art nach der anderen zu Grabe tragen und dabei Jammern. Die Konsequenzen lernen wir sicherlich erst viel später kennen.

Ich habe heute früh den Hausmeister gefragt, ob er nicht eine Möglichkeit sieht das Trenngrün als Garten zu bewirtschaften. Wir kamen gemeinsam zum Schluss, da die 42 Hausparteien nicht fähig sind, sich bei wichtigen und eindeutigen Fragen zu einigen, wird ein Garten eine unüberbrückbare Hürde darstellen. Wir arbeiten noch immer an einem einheitlichen Verständnis von Mülltrennung. Vielleicht ist ein Garten erst machbar, wenn das Essen sehr viel teurer sein wird.

Wieso sollten wir uns um die Tiere kümmern, die so weit weg von uns ihr Zeitliches segnen? Hauptsache uns geht es gut und wir haben alles was uns das Leben angenehm macht?!

Bald wird so ein Tier nicht mehr existieren. Das Weiße Nashorn „Sudan“ ist der letzte Bulle seiner Art. Wir sprachen mit ihm über sein Leben, Sex und uns – die Menschen

Der Weiße Nashornbulle Sudan

Der Weiße Nashornbulle Sudan © picture alliance/dpa Quelle

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7 Gedanken zu „Resignation ist keine Lösung

  1. Grünzeug

    Solche Nachrichten sind immer deprimierend. Ich beschäftige mich aktuell sehr viel mit dieser Thematik und habe manchmal das Gefühl, wir steuerten alle sehenden Auges auf die Katastrophe zu – und sind gleichzeitig Meister* innen im Verdrängen. Und dann schwanken ich so zwischen Fassungslosigkeit, Trauer und Wut, wenn ich die Menschen in ihrem Alltagstrott sehe und (ohne irgendwen vorschnell verurteilen zu wollen) sehr häufig mitbekomme, dass viele sich überhaupt nicht einen Deut um die Zukunft der Welt, die ja auch ihre eigene ist, scheren. Und das finde ich sehr schade.

    Liebe Grüße
    Jenni

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    Antwort
    1. toe

      Hey, ja ich bin überzeugt davon, dass die politischen Eliten aktiv oder passiv dafür sorgen, dass die Menschheit sich nicht auf die Lösung unserer Probleme kümmert. Denn, seien wir ehrlich, all die sinnvollen Maßnahmen, die so gut wie jede Doku aufzeigt, müssten ernsthaft als Ziel formuliert werden und in Gesetzen beachtet werden. In der Generation meiner Eltern hat es funktioniert, dass Flüsse wieder sauberer wurden, Atomkraftwerke in Österreich nicht in Betrieb gingen und vieles mehr.
      Mir scheint, dass solche Bewusstseinswandel nicht mehr im großen Maßstab beachtet oder unterstützt werden. Daher spüre ich, wie ich zwischen Resignation (es wird nicht mehr lange lebenswert sein) und Überzeugung (herausfinden, was man besser machen kann und das auch wirklich machen) einen mittleren Weg gehe: weiterlernen, anwenden aber auch nicht verwundert sein, dass es wahrscheinlich nicht helfen wird. Traurig oder?
      MfG toe

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      1. Esther Autor

        Hallo Toe,
        dieses Schwanken kenne ich auch von mir. Ich möchte mich aber nicht damit zufrieden geben. Im Moment versuche ich durch viele kleine Schritte unsere Firma umzustellen. Allerdings bin ich hier alleine am kämpfen. Das macht es nicht leichter. Ich denke auch, die ersten Ansätze z. B. Plastiktüten nicht mehr zu verschenken und Kaffeebecher zu versteuern sind kleine Lichtblicke. Ich habe das Gefühl die Wählerstimmen und Lobbykontakte sind den Politikern wichtiger als wirkliche Umstellung. Veränderung macht den meisten Menschen Angst. Zudem lagern wir sämtliche dreckigen Geschäft ins ferne Ausland aus. Da sehen wir nicht, wie die Blue Jeans die Flüsse vergiftet und blau färbt.
        LG Esther

        Gefällt 1 Person

    2. Esther Autor

      Liebe Jenni,
      das verstehe ich, mir geht es nicht anders. Ich fahre 1 Stunde mit dem Rad, davon 45 in der grünen Lunge Münchens, die quer durch München führt. Dabei dachte ich heute darüber nach, warum ich jede volle oder leere Hundetüte, jeden einfach abgeladenen Müll an meiner Strecke so persönlich nehmen muss. Als würde mir jemand das in mein Wohnzimmer oder Vorgarten werfen. Ich bin jetzt schon neugierig auf die Ausreden, die es in 20 -30 Jahren gibt. „Ich hab davon nichts gewusst“ „Hätte ich das damals gewusst, dann wäre ich aktiv geworden“…
      Einen angenehmen Tag! Esther

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      Antwort
      1. Grünzeug

        Hallo Esther!

        Den Vergleich mit dem Wohnzimmer finde ich sehr passend – schade, dass das nicht viel mehr Menschen so sehen. Denn wenn wir etwas „draußen“ kaputt machen, verdrecken oder sonst irgendwie in Mitleidenschaft ziehen, dann ist das genauso, als würden wir unser Haus demolieren. Nur in viel größerem Maßstab – und mit viel weitreichenderen Folgen. Es wird wirklich Zeit, dass wir von der „Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität“ wegkommen.

        Liebe Grüße
        Jenni

        Gefällt 2 Personen

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