Archiv für den Monat März 2016

Life Hacks – oder Kleinvieh macht auch Mist

Heute möchte ich euch mal kurz meine gesammelten Bemühungen zur ökologischeren Herangehensweise mit ganz normalen kleinen Umstellungen im Alltag präsentieren. Sicherlich sind einige Tipps dabei, die ihr schon kennt, vielleicht könnt ihr dennoch einen neuen Gedanken entdecken und das ein oder andere anwenden oder umsetzen. :)

Strom / Energie:

  • Wir sparen Strom, in dem wir alle elektrischen Geräte ausschalten, wenn wir sie nicht benötigen. Also nix Stand-By Modus. Praktisch ist eine Leiste mit Schaltknopf.
  • Unter der Woche ist unser Internet tagsüber ausgeschaltet. Nachts machen wir das Gleiche. Wir müssen ja nachts oder wenn wir in der Arbeit sind keine Mails abrufen oder erreichbar sein. Die Box freut sich auch über ein paar kühlere Stunden.
  • Wir nutzen wann immer möglich das Tageslicht fürs Studieren, Lesen etc. sonst beleuchten wir ausschließlich den Raum in dem wir uns befinden und nicht die gesamte Wohnung. (Sparlampen, bzw. LED werden ausgetauscht, sobald die alten Lampen das Leben beendet haben! Nicht vorher)
  • Wenn wir etwas im Ofen backen, dann kommt oft auch noch ein Gebäck hinterher, damit der Ofen nicht für eine Geschichte alleine angeheizt wird. Nach dem Backen nutzen wir die Restwärme um die Wohnung zu heißen.
  • Grundsätzlich reduzieren wir unsere elektrischen Geräte auf die Minimalausstattung. Nachdem unser Staubsauger sein Leben ausgehaucht hat, wird er nicht ersetzt, sondern wir nutzen den Besen bzw. Wischmop.
  • Mein Telefon ist grundsätzlich auf Stromsparmodus, da erhalte ich erstens nicht ständig Benachrichtigungen und die Akkulaufzeit verlängert sich rapide.
  • Alternativ zu Fernreisen: „Zuhause“ Urlaub machen
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Zingst 2014

  • Öfter mal das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Je mehr man sich daran gewöhnt, desto einfacher läuft alles, und fitter werdet ihr auch noch gratis.
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Oft ist man fast alleine in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ;)

Müll:

  • Bitte keine Werbung“ an unserem Briefkasten wirkt Wunder.
  • Bei sämtlichen adressierten Werbesendungen oder Katalogen, Mitgliedszeitungen, Infobroschüren hilft ein Anruf  beim Absender: „Bitte tragen Sie mich aus Ihrem Verteiler aus!“. Das praktiziere ich leidenschaftlich auch in der Arbeit. Die Post, die seit Jahren von allen ungelesen in den Müll geworfen wurde, entsteht so nicht. Oft sind die Mitarbeiter in den Firmen sehr freundlich und einsichtig.
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Firmen-Bestellung für Reinigungstabs: Riesiger Karton, ein Berg Plastik-Polsterfolie, Buntdruck Katolog, Lieferschein, Tabs in Plastikbehälter. Meine Kritik beim Hersteller war erfolglos

  • Wenn möglich unverpackt einkaufen und natürlich immer einen Jutebeutel und ein Gefäß im Rucksack mitnehmen. Falls ihr doch mal spontan etwas anlachen sollte.
  • Auf dem Wochenmarkt oder bei kleinen unabhängigen Läden einkaufen. Oft sind die Mitarbeiter oder Besitzer viel entspannter und geben gerne Waren ohne Tüte oder in das mitgebrachte Gefäß. Mit der Zeit gewöhnen sich die Leute an deine Angewohnheit und dann läuft alles automatisch. Zudem zeigt man auch anderen Leuten, dass unverpackt einkaufen kein Hexenwerk ist. :)
  • Vorrausschauend planen: Das gilt für fast alle Aspekte. Es ist viel einfacher etwas auf dem Weg zur oder von der Arbeit zu erledigen und dann direkt alles Notwendige dabei zu haben, als öfter zusätzliche Besorgungen zu machen. Je einfacher und unkomplizierter das Einkaufen ist, desto wahrscheinlicher ist das lange dabeibleiben.
  • Weniger und dafür die richtigen hochwertigen Sachen besitzen und verwenden. Das müssen nicht unbedingt neue Sachen sein, oft sind die geerbten Gegenstände, Möbel, Kleider hochwertiger und langlebiger als neues Zeug „made in far away“
  • Weniger bestellen, liefern lassen, Take Away, Fast Food etc. oder wenn es mal nicht anders geht, bei ökologischen Zero-Waste Firmen bestellen
  • Mehr recyceln und wiederverwenden, austauschen und länger verwenden
  • DIY: Wir stellen einige Sachen selbst her, das spart Müll, Schadstoffe und macht Laune – und ja das kostet natürlich Zeit – aber wozu verwenden wir die Zeit sonst?
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Salat im Jutebeutel

Lebensmittel:

  • Keine Angst vor wilden – neuen Kreationen! Wir kochen grundsätzlich neue Kombinationen, da wir die Lebensmittel verwenden, die verzehrt werden müssen. Dadurch entsteht ein recht abwechslungsreicher Menüplan. Wir und unsere Gäste sind oft überrascht, was alles kombiniert werden kann :)
  • Vorrausschauende Planung ist auch in Sachen Lebensmitteleinkauf und Verwertung hilfreich. Ich kann ungelogen behaupten, dass wir vielleicht maximal im Halbjahr eine halbe Frucht oder Salatgurke entsorgen müssen, da wir nicht gemerkt haben, dass das gute Stück schlecht wurde.
  • Wertschätzung! Hochwertige Lebensmittel einkaufen und diese auch so behandeln! Ihr werdet vielleicht argumentieren, dass sich das nicht jeder leisten kann. Ich frage mich warum wir uns das leisten billige in Plastik, Alu und Karton verpackte industrielle Lebensmittel zu kaufen? Vielleicht zahlen wir jetzt weniger und können dadurch verschwenderisch und teilweise fast wahllos mit dem Essen umgehen. Allerdings zahlen unsere Kinder und Enkel den Preis, den wir uns jetzt so schön eingespart haben um damit Elektroschrott und Plastik aus Asien für die lieben Kleinen zu finanzieren.
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Am Ende bleibt immer nur Plastikmüll

  • Vorwiegend regional und saisonal einkaufen, heimische Kleinbauern unterstützen
  • Teil einer solidarischen Landwirtschaft werden
  • Foodsharing unterstützen oder einfach nur mitmachen?
  • Nachbarschaftlicher und freundschaftlicher Tauschhandel: Das macht nicht nur das Miteinander angenehmer, es hilft auch in vielerlei Hinsicht. Wer freut sich nicht, wenn ein Nachbar oder Freund eine Säge ausleihen kann und ihr dafür mal selbstgeerntete Kräuter bekommt.
  • Weniger tierische Produkte konsumieren! Auch wenn es schwer fällt, es hilft allen Beteiligen und vor allem der Umwelt.
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Lebende Kuh

Sicherlich habe ich noch Unmengen an Dingen und Sachen vergessen. Die meisten Verhaltensweisen sind so normal, dass sie nicht als mitteilungswürdig erachtet werden.

Was denkt ihr, was fehlt hier noch unbedingt?

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Das Ende der Fastenzeit: Ein Selbstversuch

Angeregt von Marias Beitrag über Aktionen zur Fastenzeit habe ich mich für den Verzicht auf Süßigkeiten entschieden.

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Süß so weit das Auge reicht (Esther 2015)

Der Witz an der Sache, ich mag solche Aktionen im Grunde nicht, da ich glaube, es bewirkt keine große Veränderung, wie etwa die meisten Diäten, die am Ende wieder im Jo-Jo Effekt enden. (Dazu habe ich hier geschrieben.) Nachdem ich allerdings über Marias Worte nachdachte, wollte ich den Selbstversuch starten und der Idee eine Chance geben. Vielleicht sensibilisiert ein Verzicht für 40 Tage doch. Dabei sind Verhaltensmuster wie zum Beispiel eine Änderung der Ernährungsweise ein sehr langer und manchmal lebenslanger Prozess. Hier wird von drei Jahren gesprochen!

Ich wollte auf Süßigkeiten und Gebäck verzichten, da mir das mit Abstand am schwierigsten fällt. Mit schwierig meine ich wirklich schwierig bis unmöglich. Die erste Woche war dementsprechend anstrengend, denn in der Arbeit und Zuhause bin ich direkt damit konfrontiert. Mit der Zeit ging es immer besser. Ich kann sagen, dass ich einen gewissen Stolz und auch Genugtuung empfand, dass ich Gewohnheiten neu hinterfragt habe. Mir ist zudem aufgefallen wie allgegenwärtig und verfügbar Süßigkeiten in unserem Kulturkreis sind. Interessant war auch die Tatsache wie unbewusst ich zum Beispiel in beruflichen Stresssituationen etwas in den Mund stecke, was eigentlich nur eine Übersprungshandlung oder ein Katalysator darstellt. Natürlich wusste ich das vorher bereits. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich auf etwas willentlich verzichte, dennoch war es eine gute und neue Erfahrung. Am Ende der Fastenzeit konnte ich es allerdings kaum erwarten die erste vegane Praline in den Mund zu stecken. Das interessante daran war, es war durchaus lecker, allerdings nicht so schmackhaft und berauschend, wie ich mir das zuvor ausgemalt hatte und wie es in meinem Gedächtnis abgespeichert ist.

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Süß ist nicht gleich Süß (veganer Sommer-Blechkuchen)

Zudem muss ich feststellen, dass es mir ohne Süß besser geht. Dementsprechend werde ich zukünftig noch genauer darauf achten, was ich esse und wie viel davon Süßigkeiten sein müssen.

Mein Fazit fällt somit durchaus positiver aus – als ich das vorher dachte. Es ist nicht so, dass ich in 40 Tagen ein anderer Mensch geworden bin und Gewohnheiten, die ja auch teilweise von Vorteil sind, einfach ablegen kann. Dennoch sensibilisiert das willentliche Verzichten, es ist nicht mehr selbstverständlich verfügbar. Dadurch steigt der Wert enorm an. Vergleichbar vielleicht mit Gesundheit, Jugend oder Beziehungen. Wenn etwas nicht mehr selbstverständlich vorhanden oder verfügbar ist, fällt es mehr ins Gewicht als vorher. Ich habe wieder ein wenig mehr Achtsamkeit im Umgang mit mir, meinen Gewohnheiten und meiner Umwelt gelernt. Das gefällt mir und ich kann mir vorstellen meine Fastenzeiten über das Jahr verteilt mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu erweitern.

In diesem Sinne, danke Maria für die Anregungen und euch ein schönes Osterfest! Vielleicht habt ihr auch auf etwas verzichtet? Wie erging es euch damit?

Minimalismus: Mehr ist einfach zu viel

Ist es nicht schön, wenn die Arbeit langsam Früchte trägt?

Der Weg zu weniger Besitz, geht nicht über Nacht. Wahrscheinlich ginge es schon, es wäre allerdings in meinen Augen nicht nachhaltig noch sinnvoll. Minimalismus ist für mich kein Stilmittel, sondern vielmehr eine logische Konsequenz auf dem Weg zu einer ökologischeren und leichteren Lebensweise. Ähnlich wie der Verzicht auf Fleisch oder Plastikverpackungen ist der Prozess jedoch vielleicht am Besten als wellenförmig zu beschreiben. :)

Kennt ihr den Hang Dinge und Sachen retten zu müssen? Viele Sachen habe ich geerbt oder bei Haushaltsauflösungen von Freunden mitgenommen. Ich liebe altes  „Zeug“ mit Charakter und Geschichte. Oft kann ich das nicht ertragen, dass Sachen, die noch vollkommen funktionsfähig sind ausgetauscht werden. So enden immer wieder gebrauchte Möbel, Porzellan, Lampen, Rahmen … in unserem Haushalt.

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2014: Von allem zu viel

Zu viel ist allerdings zu viel! Wie geht es euch? Müsst ihr 4 Schüsseln aus dem Schrank nehmen um an die Sachen dahinter zu gelangen? Ich finde das mühsam. Da unsere Wohnung recht wenig Stauraum bietet, kam alles in ein offenes Regal. Offenes Regal heißt mehr Unruhe und mehr Arbeit. Wir haben natürlich auch über eine Schiebetür nachgedacht. Doch die Idee mehr zu kaufen, um dann den Besitz nicht mehr sehen zu müssen, hat eine Veränderung bewirkt. Brauchen wir wirklich so viele Gläser? Wenn Gäste kommen vielleicht. Allerdings wie oft ladet ihr 50 Gäste ein?

Aussortieren fällt einfach, wenn klar ist was nutze ich überhaupt. Was benötige ich oft und was nur gelegentlich? Wir konnten fast alle Sachen an Menschen verschenken, die zu wenig haben. Erbstücke, von denen ich mich emotional nur schwer trennen konnte, gingen an andere Familienmitglieder oder enge Freunde. Somit bleibt es auch Teil meines Lebens, nur dass ich es nun nicht mehr abstauben muss und andere es wirklich nutzen können. Das ist viel ökonomischer und ökologischer. So macht Loslassen Freude und gibt Raum für Ideen, Zeit fürs Schreiben von Beiträgen und Platz fürs Atmen.

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März 2016: Das Regal wartet auf einen neuen Besitzer

Das leere Regal wirkt nun wie ein Gerippe – ein Mahnmal für den Besitz, der viel Lebenszeit und Raum raubt. :)

Kartoffel-Perl-Dinkel-Grünkohl Pfanne

Ostern steht vor der Tür

Falls es euch neben den Bergen an Festschmaus und Schokoeier nach einer etwas bodenständigeren Alternative sein sollte, hier ein sehr leckeres Rezept. Auch wenn es jetzt auf den ersten Blick nicht so schmackhaft aussieht. ;)

(Meine Kollgin hat mir gerade ihre Frustration über die fehlenden Wachteleier im gut sortierten Supermarkt ausgedrückt. – Solltet ihr Waschteleier bevorzugen, dann könnt ihr jetzt das Lesen beenden.)

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Kartoffel, Perl-Dinkel, Grünkohl – Pfanne

  • Grünkohl
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kartoffeln
  • Tomaten

Zwiebeln in Würfeln, Knoblauch und die groben Stiele des Grünkohls anbraten. Dazu die geriebene Kartoffeln geben und alles gemeinsam schmoren lassen. Bei Bedarf mit etwas Wasser löschen. Die feinen Blätter des Grünkohls und die gewürfelten Tomaten dazugeben und weitere 10 Minuten garen. In unserer Küche werden die obligatorischen Gewürze wie Chili, Pfeffer, Kräuter, Kümmel, Curry und wenig Salz dazu gegeben. Sojasoße passt auch sehr gut. Das Gericht schmeckt hervorragend mit und ohne Beilage. Wir lieben Perl-Dinkel dazu. Wie Perl-Dinkel zubereitet wird, sehr ihr hier.

Guten Appetit! :)

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extra große Herren-Portion ;)

Müll: In meinem Wohnzimmer!

Früher war alles besser!

Ist das so? In Bezug auf Müll im öffentlichen Raum habe ich in den letzten Jahren eine deutliche Steigerung erlebt. Da ich viel mit dem Rad und zu Fuß unterwegs bin, habe ich die Zeit meine Umwelt wahrzunehmen.

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Bewohner der Isar (Esther 2014)

Zu Beginn des Jahres dachte ich es liegt vielleicht an Silvester, dass überall Müll liegt. Danach kamen die stürmischen Wochen, da dachte ich es liegt vielleicht am Wind, dass so viel Müll meinen Weg säumt. Nun hält der Frühling Einzug und neben den ersten Blumen liegen gefüllte oder leere Hundebeutel. Ist ja bald Ostern könnte man denken, da werden eben bunte Überraschungen in Plastik verschenkt, allerdings frage ich mich, ob die falschen Osterhasen noch wissen, wo sie überall ihre Beutelchen platziert haben? Davon abgesehen, dass ich es wirklich nicht verstehe warum Hundebesitzer ihrem lieben Schatz beim Geschäft auf den Po schauen, sich die Mühe machen und die Ernte einsammeln um dann das stinkende Gefahrengut an einen Baum zu hängen, auf den Gehweg zu legen, auf malerische Mauern zu dekorieren oder zwischen die Blumen zu werfen, anstatt in den Müll. Warum, wer weiß Rat? Leider habe ich selbst noch niemanden auf frischer Tat ertappt. Ich würde zu gerne wissen, ob das Kalkül, Dummheit oder Ignoranz ist. Liesl hat dazu einen guten Beitrag geschrieben.

Neben den Hunde-Überraschungen gibt es allerdings noch viel mehr Wohlstandsmüll. Ich spreche nicht vom Sperrmüll, Autoreifen, Schutt oder ganzen Müllsäcken, die Menschen einfach wahllos und willentlich entsorgen. Ich spreche von den alltäglichen Hürden: Die To Go Becher, Taschentücher, Zeitungen, Fastfood-Reste, Zigarettenschachteln, Bierflaschen, Kippen und Plastikflaschen in den Müll zu werfen, ist so anstrengend und grenzt an Höchstleistung. Wie soll das eine Person alleine nur schaffen? Besser einfach fallen lassen oder mit einem sexy coolen Schwung ins Grün schleudern. Warum sind Menschen so?

Ich habe leider solche Aggressionen gegen diese ignoranten Dumpfköpfe, als wäre die Umwelt um mich herum meine Verantwortung. Es fühlt sich an, als würden sie in meinem Wohnzimmer ihren Müll abladen. Ein Film trifft das sehr gut. Das spricht mir aus dem Herzen:

Sobald das Wetter besser wird, die Abende mild und die Nächte angenehm, wird meine Isar wieder von Partyvolk und Wandalen heimgesucht. Im Sommer laufe ich mittlerweile nicht mehr an der Isar, da alle schönen Schleichwege dann zur Toilette umfunktioniert werden. Für alle, die sich kein Bild machen können, so sieht es aus, wenn jedes Wochenende 4 Tonnen Müll von ca. 30.000 Besuchern an der Isar entstehen:

(ab 1:40 siehst du was ich meine)

Früher konnte ich an der Isar auch im Sommer laufen. Leider ist es mittlerweile „hip“ und „in“ die lauen Abende in gesellschaftlichem Besäufnis im Grünen, am Fluss, im Park inmitten der Stadt zu verbringen. Die Ratten freuen sich, die laben sich an den Hinterlassenschaften. Leider sind viele zu gechillt (schlimmes Deutsch) oder betrunken, um den Müll zu entsorgen. Schade, dass man Ratten nicht trainieren kann.

Ich habe mittlerweile eine Statistik erstellt. Neben den verschiedenen Arten von Müll interessiert mich die Verteilung. Folgende Einflussfaktoren wirken sich auf die Menge aus:

  • Parkbereich von Autos
  • Anzahl an Geschäften / Einzelhandel
  • Straße
  • Entfernung zu öffentlichem Nahverkehr
  • Bevölkerungsdichte
  • Jahreszeit
  • Wochentag
  • Wetter

Überall dort, wo Geschäfte sind, Autos fahren und parken können ist es extrem vermüllt. Dann kommt der Bereich in dem Autos oder Züge fahren, Picknick-Gelände, Spazier- und Radelwege… es wird besser, sobald die Anstrengung steigt, mit der die Gegend erreicht werden muss. Gerade die grünen Lungen und Parks in den Städten sollen doch zur Erholung und Freude dienen, da verstehe ich nicht, warum so viele Menschen ihren Müll liegen lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer von denen beim nächsten Besuch im Müll oder in Scherben sitzen möchte.

Es macht auch keinen Sinn die Pfandflaschen ganz gönnerisch für den nächsten Sammler auf der Brüstung, auf der Brücke, auf Mülleimern zu platzieren. Bein nächsten Wind sind daraus Scherben entstanden, die Tiere, Menschen und Radfahrer schaden.

Wenn ich mit meinem Rad einmal quer durch die ganze Stadt zur Arbeit fahre, und bei jedem Müllteil auf meinem Weg ein Foto mache, dann würde ich jede Sekunde abdrücken. Also 3.600 Fotos nur auf meinem Weg! Nur in meinem direkten Sichtfeld! Dabei fahre ich zu 70% an der Isar entlang. Ich könnte täglich heulen, aber das bringt ja nichts.

Ich frage mich, wie diese Menschen erreichbar sind? Wie kann ich etwas verändern oder verbessern? Muss es erst Verbote und Strafen geben, denn das ist die logische Konsequenz wenn Menschen sich nicht an Regeln halten. Wenn das Grillen an der Isar verboten wird, dann ist das Geschrei groß. Es trifft dann alle Besucher, nicht nur die Wandalen.

Wie sieht es bei euch aus? Ist es heute besser als früher? Gibt es vielleicht erfreuliche Erfahrungen?

Gemüsesuppe mit Rote Beete

Gemüsesuppe schmeckt immer

Auch wenn langsam die Krokusse ihre Köpfe zeigen, eine warme nährende Suppe ist nach einem langen Spaziergang genau das Richtige.

  • Sellerie
  • Lauch
  • Rote Beete
  • gelbe Rüben
  • Pastinaken
  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Romanesco

Das Gemüse waschen, schälen bei Bedarf, würfeln, mit etwas Öl anbraten, mit Wasser ablöschen, mit Chili, Pfeffer, Kräutern, Curry, Koriandersamen, Ingwer, Salz und Brühe würzen, garen, leicht pürieren und schwups genießen ;)

Guten Appetit!

DIY: Sprossen im Terrakotta Igel

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Hallo in die Welt! :)

Falls ihr auch gerne Sprossen esst, diese aber weder in Plastik verpackt kaufen möchtet noch dafür ein eigenes Keimgefäß mit Plastikdeckel anschaffen möchtet, dann empfehle ich euch den Terrakotta Igel. Es geht auch ein Glas mit einem Schraubverschluss-Deckel. Dieser muss dann entsprechend perforiert werden.

Der Igel ist sehr pflegeleicht. Wasser rein, Samen drauf, dann täglich gießen und warten – je nach Samenart dauert es 4 bis 5 Tage bis die Sprossen genossen werden können.

Die Sprossen sind hervorragend in Salat, auf dem Brot, zu Kartoffeln und in Suppe. Also quasi überall. Habe ich was vergessen?

Sonnige Grüße, Esther