Archiv für den Monat Februar 2016

Al Gore: The Case for Optimism on Climate Change (TED 2016)

Habt ihr diesen Beitrag schon gesehen?

Al Gore: The Case for Optimism on Climate Change (TED 2016)

„We are going to win this“ Is that true? 

Nach zehn Jahren wieder eine entsprechende Rede von Al Gore. Schön, wenn er denkt, dass wir das hinbekommen. Allerdings war kein einziges Wort darüber, dass die Menschen auch einen Beitrag leisten müssen. Wenn ich mir diese amerikanisch-optimistische Variante ansehe, dann müssen wir nichts verändern. Alles bleibt so wie es ist, nur die Energie kommt dann aus anderen Quellen. Solarenergie, Windenergie, das hört sich toll an. Deutschland wird auch als gutes Beispiel genannt. Schön!

Denkt ihr, wir können alle in unserer „comfort zone“ agieren?

Die Regierungen und die Industrie werden das schon regeln. Wir machen einfach so weiter wie bisher. Nein, wir machen ja nicht weiter wie bisher. Wir sind viel bewusster. Fast überall gehört der Klimaschutz zum Tagesprogramm.

Unsere reiche Welt ändert sich: Wir shoppen mehr designer Zero Waste Artikel. Fliegen jetzt in ein Ökohotel und ersetzen alle unsere Haushaltsgeräte durch sparsame multifunktionale Varianten. Wir kaufen einen SUV der weniger Benzin verbraucht und kaufen immer im Biosupermarkt die Produkte aus der ganzen Welt. Unsere Klamotten sind aus Bio-Baumwolle und fair gehandelt. Wir achten darauf weniger Massentierhaltungszeug zu essen. Wir gehen nun auch mal in vegane Restaurants, die jetzt voll hip sind. Und leisten uns eine Entschlackung mit viel Yoga und Besinnung auf Bali. Wir ziehen die Grenzzäune hoch und spenden Kleidung, für die Menschen, die von Krieg und Katastrophen geplagt sind. Wir shoppen vorwiegend online, prime – express und versuchen das Leben mit all seinen Vorzügen zu genießen. Denn was ist das Leben ohne Spaß?!

Lasst uns mehr kaufen und mehr verbrauchen, denn nun haben wir ein gutes Gefühl dabei, weil es wird ja alles recycled und außerdem ist es fair und bio.

See this nice hotel in Las Vegas: Green-washing? 

It sounds like a good start. But it also sounds like a good way to promote your business with a greenish coating. So customers, guests and tourists can enjoy themselves, use all resources like they did before, but now they have a better feeling about it. (- and maybe they use even more because of this good feeling?) The point is, we have to make more profound changes in our behaviour, we need to step out of this comfort zone. If we would stop producing waste in the first place or just don’t fly to Las Vegas, that would be even better! Don’t you think? But that would be a life unsatisfied and regressive, nobody wants to life – right? 

Zero Waste Bloggers Network – I’m in!

In dieser Woche wurde ich offiziell in die Gruppe „Zero Waste Bloggers Network“ aufgenommen.  Hier findet ihr die Homepage und hier die FB Gruppe.

Thanks to Inge from www.gruenish.com!

Dadurch werden sich die Ideen und der Austauch hoffentlich noch verstärken und gegenseitig bereichern. Es gibt eine Verortung der ZWBlogger weltweit. Eine tolle Karte! (Die Karte wird nicht mit jedem Browser dargestellt!). Findet ihr das nicht auch interessant! Lasst uns gemeinsam den Müll aus der Welt schaffen ;)

Zusätzlich habe ich mich heute für eine Weiterbildung im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung beworben. Falls ich genommen werde, dann werde ich noch mehr Input hier mit euch teilen. Drückt mir die Daumen!

Einen schönen Tag euch allen!

Weißkraut-Kartoffel-Pfanne

In unserer Gemüsekiste vom Kartoffelkombinat sind im Winter viele Kohlsorten. Neben Suppen, verarbeiten wir den Kohl meist relativ unkonventionell im Frühstück, auf der Pizza, im Salat, im Ofengemüse oder wie hier einfach mal als Pfannengericht. Das sieht auf dem Foto nicht sehr spektakulär aus, schmeckt dennoch hervorragend.

Die Zutatenliste ist kurz:

  • Weißkraut
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch
  • passierte Tomaten

und so wird daraus ein leckeres Gericht: 

Weißkraut in schmale Streifen schneiden. Die Kartoffeln waschen, die schlechten Stellen entfernen und einfach mit der Schale grob reiben. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und alles in etwas Öl anbraten. Wenn das Aroma in die Nase steigt, mit den passierten Tomaten ablöschen und zugedeckt garen. Als Gewürze bietet sich etwas Kümmel, Pfeffer, Kräuter und Salz an.

Dazu einen großen frischen Salat mit Erdnuss-Senf-Dressing. Guten Appetit und einen schönen Sonntag!

 

Wintersuppe – vegan und regional

wir lieben Suppen, ihr auch?

Gemüsesuppen sind wärmend und nahrhaft, gleichzeitig sind sie auch überschaubar in der Kaloriendichte. Ein ideales Gericht, wenn der Frühling einfach noch nicht bereit für seinen Auftritt ist und die Abende wieder kalt werden.

das kommt rein: 

  • Pastinaken
  • Weißkraut
  • Kartoffeln
  • gelbe Rüben
  • Karotten
  • Sellerie
  • Zwiebel
  • Pfeffer, Kräuter, Salz, Koriandersamen, Senfkörner, Brühe, Radieschen-Sprossen

und so geht es: 

Das gesamte Gemüse in entsprechend große Stücke schneiden, anbraten und mit Wasser ablöschen. Köcheln lassen, abschmecken, leicht pürieren und genießen! Guten Appetit!

Ich schneide Sellerie und Pastinaken immer in sehr kleine Würfel, dadurch sind alle Gemüsesorten gleichzeitig gar und die einzelnen Komponenten nicht zu dominant. Die Kartoffeln wasche ich und schneide lediglich die schlechten Stellen weg. Je weniger ich schälen muss, desto mehr bleibt für die Suppe. ;)

 

Vegan: Nicht hip sondern normal!?

Gestern habe ich einen Onlineartikel zum Thema veganes Essen gelesen. Hier geht’s zum Artikel. Der Autor ist Stern Mitarbeiter, heißt Derik Meinköhn und hat über sein Experiment einen Blog bei Stern laufen. Grundsätzlich gab es einige für mich sehr stimmige Aspekte in diesem Text.

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Zum Beispiel, die Tatsache, dass vegan leben nicht teuer sein muss. Außer ihr kocht nur nach Attila Hildmann und verwendet einen Berg an Superfoods, anstatt Leinsamen Chia-Samen etc. So schreibt er zum Beispiel:

„Ob ich aber mit Reissirup süße oder mit Rohrzucker macht kaum einen Unterschied. Statt Chia-Samen nimmt man einfach Leinsamen, Cashews werden durch geschälten Hanf ersetzt. Acai scheint grundsätzlich überbewertet, die Vitamin-C-Dosis von Acerola kann man sich auch mit einem Apfel genehmigen und Nussmilch kann man sich für ein paar Cent auch selbst herstellen.“ Quelle

Das gefällt mir. Ich finde wir vernachlässigen zu oft das altbekannte vermeintlich langweilige Zeug, um uns von wildfremden Leuten einreden zu lassen, dass es ohne Acerola und Chia-Samen kein Überleben mehr gibt. Es muss Reissirup oder besser Kokosblütenzucker sein. Ich würde gerne die nachhaltigen Plantagen im Regenwald sehen, die stehen sicherlich direkt neben den nachhaltigen Plantagen für Palmöl, Palmfett, Kokosnüsse…

Die weitgereisten Lebensmittel sollen uns, im Überfluss lebenden Menschen, eine Alternative bieten, gesund sein und uns auf keinen Fall dick machen. Ein niedriger glykämischer Index, keine Kohlenhydrate bitte und nur kein Fett. Das ganze Essensthema wirkt so überzogen und fern von jeglicher Realität. Wir Deutschen, selbst die Leute mit weniger Kohle, können sich im Supermarkt Früchte und Nahrungsmittel aus der ganzen Welt kaufen. Sie sind oft so billig, dass die Hälfte auf dem Müll landet.

Veganismus ist in einigen Kreisen mit einem hippen Stempel versehen. Mir fällt nicht eine Person ein, die ihr Essverhalten nicht als Krönung der Schöpfung verkauft: „Mit meinen Rezepten wirst du auch sexy, sportlich, jung, dynamisch, erfolgreich, energetisch und glücklich sein.“ Eine riesige Industrie hängt hinter all diesen Ideen. Bücher, Shakes, Nahrungsergänzungen, Videos, Communities, DVD-Programme, Kochschulen…

Ich probiere auch gerne neue Sachen aus, aber warum muss ich dann verlernen was hoffentlich die Eltern noch mitgegeben haben. Oder geben die auch nichts mehr mit?

Umsichtig einkaufen, regional, saisonal, frisch zubereitet, abwechslungsreich, vollwertig, in Maßen verzehren, auf den Körper hören, mal etwas Besonderes (mal heißt nicht jeden Tag!), kein Essen verkommen lassen oder wegwerfen, mal ne Mahlzeit ausfallen lassen ist auch nicht schlimm „Davon stirbst du nicht“ … Was habt ihr gelernt?


Mein Erlebnis zum Thema welchen Einfluss habe ich als Konsument:

Eine Oma steht neben mir am Marktstand und fragt nach frischem Spargel. Der Verkäufer weist drauf hin: „Es ist Februar!“.

Die Oma fragte noch mal nach. Der Verkäufer erwiderte: „Natürlich gibt es schon Spargel zu 30 Euro das Kilo, das wollen sie sicher nicht zahlen?!“.

Die rüstige Alte fragt ernsthaft, ob der Spargel dann aus Deutschland sei. Und erinnert sich, dass die Griechen doch sonst auch guten Spargel liefern.

Der Verkäufer irritiert: „Es ist Februar! So warm ist es da auch noch nicht“.


Ich stand mit meinem regionalen Kram daneben und mir wurde wieder klar wie weit wir doch alle von diesem Ideal entfernt sind.

Schön in diesem Artikel ist auch die Passage zu den Rückfällen.

Gab es Rückfälle, gibt es Ausnahmen?

Das erste Jahr war ich sehr streng und habe keine Ausnahmen gemacht. Inzwischen habe ich aber keine Lust mehr, bei einem Geschäftsessen oder auf Reisen nur Pommes zu essen oder ein Salatblatt zu mümmeln, ich schwenke dann manchmal auf vegetarisch um.
Das hat nicht nur den Vorteil, dass man satt wird, sondern man muss während des Essens nicht darüber reden. Das kann einem nämlich sofort den Abend versauen, denn ein Veganer am Tisch macht allen ein schlechtes Gewissen und miese Laune. Vegetarier sind voll akzeptierte Mitglieder der Gesellschaft, Veganer dagegen die Typen, über die man Witze macht. Wenn man aber erklärt, weshalb man kein Fleisch isst, schlägt der Witz schnell in ein hitziges Wortgefecht um. Dazu habe ich manchmal einfach keine Lust. Ich finde eigentlich die Frage nach einem Rückfall schon ziemlich bescheuert, als wenn es eine Sünde wäre, mal wieder das zu essen, was man sein ganzes Leben lang gegessen hat. Quelle

Rückfall hört sich auch nach Krankheit an. Vegan leben ist ein willentlicher Verzicht aus welchen Gründen auch immer. Einige, weil sie damit abnehmen wollen, sich Jugend und Gesundheit versprechen, bei anderen steht nicht Individualität auf der Fahne, sondern Tierliebe oder Ethik. Nicht zu vergessen die Menschen, die sich mit ihrer veganen Ernährung nicht an Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit beteiligen wollen. Natürlich ist das alles theoretisch. Beweggründe sind auch emotional verankert, vermischt und richten sich nicht nur nach dem Umfang des Wissens der Person, sondern nach der Weite des Blickwinkels. Jenni hat dazu eine Hierarchie von Tiefgang skizziert. Hier geht es zum Artikel.

Und ja, ich stimme Derik Meinköhn zu, auch bei dem teilweise hippen Status von Veganern in bestimmten Kreisen, es ist noch immer schwierig in Gesellschaft in einem Standard Restaurant zu essen. Veganer sind die Spielverderber. Auch wenn viele sich glaubhaft vorhalten, dass sie gerne und vor allem guten Gewissens Fleisch, Fisch und Ei essen, kommt es mit einem Veganer am Tisch dann häufig zu unangenehmer Stille, fragenden Blicken, Ausreden oder anstrengenden Gesprächen. Habt ihr beim Italiener schon mal Gemüsepizza ohne Käse bestellt? ;)

Resümierend für die europäische Gesellschaft:

Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass wir einfach zu viel Fleisch und Fisch essen. Die Meere sind verarmt oder leer gefischt und Fleisch ist zu billig. Ich finde vegan ist die richtige Ernährung für unsere Zeit. Quelle

Dem stimme ich vollkommen zu. Ihr auch?

Was dann noch bleibt ist eine sehr persönliche Sicht: Ich glaube, wenn Menschen die 50 – 70% tierische Lebensmittel mit plastikverpackten Alternativen aus dem veganen Supermarkt füllen, dann ist sicherlich den Tieren geholfen aber lange noch nicht Schluss. Wenn wir nun Unmengen an Quinoa, Reis, Kichererbsen, Superfoods, Flugobst und Tofu-Produkte etc. essen, dann schaden wir den Tieren nicht direkt, allerdings schaden wir ihnen indirekt. Eine erhöhte Nachfrage hat zur Folge, dass eben nicht mehr auf kleinen Feldern angebaut wird, sondern mehr gerodet werden muss, mehr Chemie zum Einsatz kommt und die großen Kapitalhaie Geschäfte wittern und hier in großem Maßstab zum Beispiel Chia-Samen anbauen. Natürlich muss das als Monokultur mit viel Ertrag zu kleinem Preis und auf Kosten der Bevölkerung vor Ort passieren, denn wir möchten ja nicht mal Quinoa essen, sondern ständig. 10 Bananen am Tag, Datteln, Cashewnüsse, Chiasamen. (Wir wissen doch gar nicht mehr was wir ohne diese durchaus tollen Lebensmittel essen sollen.) Deswegen muss es entsprechend günstig bei uns angeboten werden. Zusätzlich beuten wir weiterhin andere Länder aus und lassen die Lebensmittel durch die ganze Welt fliegen oder schiffen. Wir schonen die Tiere und ruinieren die Umwelt. Das ist doch ein toller Kompromiss. Ich schließe mich da vollkommen Niko Paech an und glaube wir können nur durch eine grundlegende Änderung unserer Gewohnheiten eine wirkliche Verbesserung bewirken. Oder was denkt ihr? Ist es wirklich notwendig täglich Reis, Tofu, Kokos, Quinoa, Amarant, Superfood etc. zu essen, um als Veganer zu überleben?  Bin ich zu extrem? Wie ökologisch muss vegan sein?

Weinfest 2010 (14)

CARRIER OF HOPE 4: LARGE SCALE RESTORATION PROJECTS

CATEGORY: RESTORATION

Why don’t we do this on a global scale?

In this post you find a documentary by John Liu.

The documentary shows large scale restoration projects on degraded lands in China (Loess Plateau), Ethiopia and Rwanda. How important it is to educate especially the poor people, and what impact we have in both ways, bad but also good is clearly visible in this documentary.

But the question remains: If it is so easily done, why don’t we do this on a global scale? We can see the whole world in this little screen of us. But what we are presented with all day is mostly crap: Industries of tips on dieting, how others live their expensive lives, what car you need to buy, which hair product you need to use and so on.

Maybe everything is to far away? Do we have to wait till problems of others become ours? Right now millions of people are unemployed, fleeing because of war, poverty, hunger, depression or crime to look for hope, help, future, prosperity, peace or just a chance. Do we start to act now? Or do we fight the people and build fences around our houses?

Do we need more refugees and more wars over resources? Do we need more discussions or higher fences? If the answer is: You can fight poverty and climate change with the same instruments, why is it still so difficult to make this priority no one? 

I think it is vital to take action. All of us. Especially high developed countries have the responsibility to act and to help, because we are living this standard because others are poor. Imagine all men and women would earn a decent salary? Could we still be able to import cheap toys, cloth or high Tech from China, would we be able to eat inexpensive bananas, or even worse discard every day several million tons of food? 

What do you think? Do I miss something important? Do you like the documentary? Does it give you hope? 

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