HOFFNUNGSTRÄGER 1 – Müllvermeidung in Chicago

Rubrik: Müll

Wie bereits angekündigt, möchte ich im Laufe des Jahres 2016 unterschiedliche Projekte, Ideen und Menschen vorstellen, die mir persönlich Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf diesem Planeten geben. Die Beiträge sind eine Auswahl aus allen mir verfügbaren Ressourcen (Vollständigkeit ist damit nicht gewährleistet).

Meine Motivation

Sicherlich kennt ihr das Gefühl, wenn euch etwas mitten ins Herz trifft, oder wenn die Erkenntnis langsam den Rücken hinauf schleicht. Bei manchen liegt es auch einfach nur schwer im Magen oder kribbelt in den Fingern. Ich spreche von der Ohnmacht, die mein Hirn benebelt, mich niedergeschlagen, aggressiv oder ängstlich hinterlässt. Oft ausgelöst beim Lesen von Nachrichten, beim Betrachten von Mitmenschen oder einfach beim Radeln zur Arbeit. Um nicht von diesem Gefühl der Machtlosigkeit erdrückt zu werden, schaue ich mir Mitmenschen an, die aus ihrer Komfortzone heraustreten und aktiv die Hindernisse angehen.

Meine Beiträge sind in unterschiedliche Themenbereiche oder Rubriken unterteilt. Zudem werde ich die Beiträge gleich zweisprachig posten.

Heute möchte ich euch eine Zero Waste Idee vorstellen. Es geht hier nicht um bekannte Gesichter, eine engagierte Einzelperson wie Lauren Singer oder eine inspirierende Familie wie die Johnsons, sondern um ein Fastfood Restaurant aus den USA. Ja, richtig gelesen. Einer der Müll-Produzenten weltweit, hat auch zarte Blüten, die sich einer immer stärkeren Bewegung anschließen und überall aus dem Boden sprießen.

Justin Vrany ist der Besitzer und Koch des Fastfood Restaurant Sandwich Me In in Chicago, und er greift nach den Sternen – keine Michelin Sterne – (aber vielleicht erreicht er das auch), sondern viel besser: Er möchte ein 100 %-iges Zero Waste Restaurant sein.

Er recycled und kompostiert seinen Müll, bringt die Gemüse- und Fruchtreste zu den Hühnern seines Eierlieferanten. Die elektrische Energie bezieht er aus Windkraft, das alte Frittierfett wird für einen Bio-Diesel Motor verwendet. Seine Einrichtung stammt aus Recycling-Quellen. Er verkauft nur Produkte aus eigener Herstellung, selbst die Soßen, Mustards und Getränke zählen dazu. Seine Zutaten bezieht er aus der Region. Er bietet neben dem Standard auch vegane Burger an. Seine Verpackungen lassen sich kompostieren oder recyclen. Was für ein Aufwand! Ja, und dennoch geht es.

Laut seiner Aussage hat er den ökologischen Fußabdruck eines Standard-Restaurants um 85% gesenkt und er strebt in seinem Restaurant 100% an.

Es gibt eine sehr kurzweilige Doku, die ihn und sein Konzept vorstellt. Inspirierend!

Mehr Infos über seine Philosophie und seine Produkte auf der Webseite


Im nächsten Post zum Thema Müll werden die Ziele noch größer! Es gibt Sachen, die sind zu schön um schon existent zu sein.

Schreibt mir, wenn euch Justin gefallen hat, auch wenn ihr das Restaurant schon kanntet und das nun nicht neu für euch alte Hasen war. Noch besser, schreibt mir wenn ihr selbst schon bei Justin Vrany gegessen habt!

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