„Wünsch dir was!“

Jpeg

München 1.1.2014

Ein großer Wunsch für 2016: Weniger Müll!

Wie wäre es, wenn wir bei jedem Einkauf wenigstens auf die Plastiktüten verzichten. Wir sagen: Nein, danke, ich möchte keine Tüte. Das wäre wirklich leicht machbar und dennoch ein großer Beitrag zum Umweltschutz. Oder warten wir bis die bislang verwässerten EU Vorschriften doch noch durchgesetzt werden? Wie sexy ist ein Jutebeutel?

Wenn wir schon beim Müll sind, dann können wir doch gedanklich direkt beim 31.12. bleiben.

Silvester steht vor der Tür und damit nicht nur die Frage, was machen wir denn in diesem Jahr – mittlerweile werden sich auch die Wankelmütigen festgelegt haben – sondern auch der Einkauf von Bergen an Sondermüll. Ist ja klar, dass ich das doof finde, aber warum findet ihr das toll? Rauch, Lärm, Gestank, Gefahr für ein wenig bunte Luft? Warum könnte man sich das mit den Böllern, Feuerwerkskörpern, Wunderkerzen, Krachern, Raketen sparen?

Weil…

  • es sich wie Krieg anhört.
  • die Produktion in den Herstellungsländern viele Fragen aufwirft.
  • wir keine Straßenschlachten befürworten.
  • wieder Berge an Müll auf Straßen, in Parks und in Gewässern landen.
  • zusätzlich Unmengen an Scherben auf der Straße und in Wiesen verteilt werden.
  • wir nicht alleine sind – Tiere!? Die lieben Lärm, Dreck und Scherben.
  • es viel Geld kostet, das vielleicht an anderer Stelle besser aufgehoben ist.
  • es immer wieder zu Unfällen kommt.
  • wir Verantwortung übernehmen und Handeln und nicht nur im Grunde dafür sind. Also -für diese nachhaltige abstrakte Sache – Hauptsache es bleibt alles gleich und genau so bequem wie früher.

Ok, alles egal, nix geht über stinkenden bunten Lärmradau, denn das alte Jahr soll mit Pauken und Trompeten verabschiedet oder das neue Jahr würdig begrüßt werden. Dann könntet ihr euren sexy Jutebeutel doch direkt einsetzen und den Müll in der eigenen Tonne entsorgen. :) Danke!

Jpeg

Liegt es vielleicht doch nur am Alkohol?

Jpeg

Was ist mir unsere Umwelt wert?

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5 Gedanken zu „„Wünsch dir was!“

  1. Mark-A.

    Hallo Esther!
    Danke für diesen bereichernden und persönlichen Artikel!
    Das ist aber auch eigenartig. Getrennt wird in Deutschland immer besser und effektiver. Und ich denke, dass auch immer mehr Leute in Deutschland auf Mülltrennung achten. Paradox ist allerdings, dass gleichzeitig die Müllproduktion anwächst. Zum Beispiel Verpackungsmüll, auch Papier. Und die to-go-Kultur: Einen Kaffee nimmt man sich gerne mal in einem Pappbecher plus Plastikdeckel mit. Vielleicht hat man sich den Zucker noch mit einem Plastiklöffel eingerührt. Das schafft in der Masse schnell ein enormes Müllvolumen.
    Was Silvester anbelangt: ich bin auch für eine ruhige Variante des Jahresübergangs, die ganze Ballerei ist mir sehr unsympathisch. Außerdem möchte ich morgens nicht mit einem schmerzenden Schädel aufwachen, das halte ich für den falschen Start in das neue Jahr. Vielleicht sollte man sich lieber bewusst zu Neujahr mit Verwandten und/oder Bekannten treffen und so einen ersten schönen Tag im neuen Jahr verbringen. Am späten Vormittag oder am frühen Nachmittag. Mit etwas Glück strahlt die Sonne.
    Besten Gruß, Mark

    Gefällt 2 Personen

    Antwort
  2. ichbindannmalminimal

    Hallo Esther.

    Mülltrennung ist eine feine Sache, die bessere Zusatzoption wäre da nur noch Müllvermeidung. Plastiktüten sind eine Pest, de man mit Stoffbeuteln Herr werden kann, man muss nur einen mitnehmen. Oder den einen, gut investierten Euro für einen Stoffbeuteln anlegen. Es ist unglaublich, wie Lebensmittel eingepackt sind und in was für Schichten. Sagt den Herstellern, dass das zu viel ist. Auf den Homepages gibt es ja ein Impressum, wo die Anschrift zu finden ist. Medion fand auch nicht gut, dass ich die riesige Umverpackung für ein Kleingerät ohne Porto zugeschickt habe, was die dann bezahlen mussten. Doch die Nachricht von mir, ich wäre nicht bereit so viel Styropor und Plastik für etwas so kleines zu akzeptieren, kam an. Also los geht’s.

    Silvester, ein toller Tag für mich. Meine Familie wird in Ruhe Abendbrot essen (Raclette), dann gibt es wieder Spiele, irgendwann zwischendurch dekorieren meine Mädels das Wohnzimmer mit Luftschlangen und um Mitternacht stehen wir am Fenster und schütteln sie Köpfe, warum man so viel Zeug in die Luft pusten muss. Ein Nachbar gibt jährlich um die 300 Euro für Raketen und Knaller aus, wobei ich ihm schon angeboten habe für die Hälfte des Geldes den gleichen Effekt zu erzeugen. Ich klatsche neben seinen Ohr laut in die Hände (Knallen), Leuchte ihm mit verschieden farbigen Lampen in die Augen (Leuchteffekt) und öffne dann eine Packung des mir als bester bekannten Bergkäses (Gestank). Er fand das witzig, ich nicht, denn nichts anderes ist Feuerwerk auch nicht.

    Komme dennoch gut ins neue Jahr, vor allen Dingen gesund !!!

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    Antwort
    1. Esther Autor

      Hallo ?
      Hast du deinen Namen auch minimalisiert? :)
      Müll nicht entstehen lassen, den Weg nehme ich. Das kann ich aber kaum allen „normalen“ Leuten zumuten. So wird mir das von meiner Umwelt vermittelt. Daher wäre mit einem Jutebeutel schon so viel gewonnen.
      Alleine heute im BIO-Markt habe ich keine Person gesehen, die nicht ihr Biogemüse in eine Plastiktüte befördert hat. Dabei sind die Leute an der Kasse so was von entspannt, wenn ich mit meinem Korb an losem Gemüse, Äpfel, Zwiebeln, Pilzen das band in ein buntes Chaos verwandel. Leider musste ich auf einige Produkte auf meinem Zettel verzichten, da es keine Alternativen zur Plastikverpackung gab – oder das Zeug von Übersee zu uns kommt. Verzicht ist nicht für alle etwas, das sie mit Freiheit assoziieren.
      Dein alternatives Feuerwerk hört sich super an. Noch ein wenig Asche durch die Luft wirbeln und bam hast du Spaß :)
      Schöne Idee den Müll an den Händler zurück zu senden. Ich poste das an deren Firmen FB Seite oder schreibe ihnen Mails. Die Firmen reagieren sehr unterschiedlich.
      Gesund! Das wünsche ich auch! Grüße Esther

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      Antwort
      1. ichbindannmalminimal

        Meinen Namen lasse ich so, wenn er sich gleich so einprägt. ;-)

        Mache weiter so, ich werde versuchen mir noch eine Scheibe mehr davon abzuschneiden. Die Bequemlichkeit siegt eben öfter als die Vernunft, davon ist niemand so richtig weg.

        Gefällt 1 Person

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