Vegan ist auch nicht gesund und nachhaltig

Berge

Heute wurde ein alter Focus – Artikel von Sarah Wiener serviert. Die Abrechnung mit Veganern. Der Artikel stammt aus der Sommerpause, in der die Themenpalette bekanntlich künstlich gefüllt werden muss. Erstens sind alle im Urlaub und zweitens soll ja auch jeden Tag was spannend Neues auf den Tisch. Ich kann mich erinnern, dass mich der Artikel beim ersten Lesen schon – sagen wir – irritiert hat.

Sarah Wiener  ist Köchin und kommt aus Österreich, da läuft die Uhr noch anders. Oder nicht? Immerhin gibt es nur glückliche Kühe auf endlosen Weiden. Das Läuten der Kuhglocken sagt einem, wir sind im Paradies: Tafelspitz, Wiener Schnitzel, Rehragout, Bierfleisch, Rahmpfifferlinge, Kaiserschmarrn direkt mit Blick auf die weidenden Kühe. Was soll Frau Wiener denn nur essen und vor allem ihren Kunden vorsetzen, wenn nicht Leckereien vom Tier? Natürlich, sie ist eine erfolgreiche Unternehmerin mit 100 Angestellten, ihre Firma sitzt in Berlin und alles ist natürlich, regional, artgerecht, bio zertifiziert! Glückwunsch! 

Das vegane Fertiggerichte nicht zu empfehlen sind, naja das werden die nachdenkenden Tierproduktverweigerer sicherlich auch schon herausgefunden haben. Mann oder Frau wird ja nicht über Nacht vegan und kann dann nur noch von Sojamilch und Sojaschnitzel leben, das hoffentlich auch so lecker schmeckt wie zuvor – nur ohne Blut. In Massen ist Soja – wie fast alles auf dieser Welt, nicht gut. Die gesundheitlichen Risiken (Hormone) sind noch nicht bis ins letzte Detail geklärt.

Wer industriell verarbeitete und in Plastik abgepackte Sojamilch oder eben solche Produkte konsumiert und nicht über die Herkunft und die Fertigung nachgedacht hat, der ist vielleicht aus anderen Gründen vegan geworden. Es gibt viele Gründe warum Menschen auf Tierprodukte verzichten und auf Alternativen zurückgreifen. 

Das Sojaprodukte aber genau so viel Schaden anrichten wie Fleisch ist natürlich sehr weit hergeholt. Sicher, die größten Anbaugebiete liegen außerhalb jeglicher europäischer Kontrolle. Niemand kann bei seiner 2 Euro Sojamilch aus dem Supermarkt sicher sein, wo dieses Soja wirklich herkommt, was dafür zum Opfer gefallen ist und vor allem, wie der weite und industriell geprägte Weg ins Regal aussah. Allerdings wird das Soja in diesem besagten Fall direkt verzehrt und geht nicht in den Tank oder in das Futter von Masttieren.

Für die Herstellung von einem Kilo Schweinefleisch benötigt man 650g Soja. (Neben allen anderen Schäden, Wasserverbrauch, Artensterben und Transport). Wenn wir Fleisch essen, dann essen wir auch Soja, nur eben indirektStatistisch gesehen kommen 80% des nach Deutschland importierten Soja aus Südamerika, davon werden 2% für Sojamilch und Tofu verarbeitet.

Der gut gemeinte Rat von Frau Wiener: Frisch und regional Kochen, vor allem selbst wieder in der Küche stehen. Ja, das ist doch ein tolles neues Konzept. Ich freue mich, dass ich das schon entdeckt habe – ganz alleine – ohne den Focus und ohne die Ratschläge von Frau Wiener. Juchu.

Ich wünsche euch allen schöne Stunden in eurer Küche was immer in eurer Pfanne brät.

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