Minimalismus Tipps: Wohin damit?!

Weinfest 2010 (14)

Minimalismus hat nun jeder schon gehört und doch verbinden wir alle sicherlich etwas anders damit.

Wie definierst du Minimalismus?

Minimalismus ist für mich eine Lebenseinstellung. Eine Entscheidung für mehr Freiheit, mehr Raum für Entwicklung und größere Zufriedenheit. So gehört zu meinem leichteren und ökologischeren Ansatz auch das Leben mit weniger Besitz, weniger Konsum, weniger „dazugehören müssen“, weniger Einfluss von außen.

Die Auflistung der Vorteile von minimalistischerem Leben gibt es in großer Fülle. Auch finden sich immer mehr Tipps wie hier der Anfang gemacht werden kann. Dennoch kenne ich mehr Menschen, die sich über ihren Besitz, ihr Auto, ihren Kleiderschrank, ihre Wohnung, ihre Urlaubsreisen definieren. Oder darin so gefangen sind, dass sie mein „alternatives“ Leben – schon „ganz schön“ finden – aber so nicht leben möchten.

Wenn ich mich umblicke, dann habe ich noch genug – eher zu viel von allem. Das Trennen an sich ist nicht das Problem. Meine Herausforderung bestand (und besteht weiterhin :() viel mehr in der Tatsache, dass ich die Sachen nicht einfach entsorgen möchte. Jedes Teil soll wieder in den Kreislauf zurück geführt werden. Es ist also eine Frage der Ausdauer und der Zeit, für alle Bücher, DVD’s, Kleider, Möbel, Sportgeräte, Geschirr ein neues Zuhause zu finden. Alles was nicht an Freunde, Familie, Nachbarn und Kollegen abgegeben werden kann, wird verkauft, verschenkt, gespendet, recycelt und wenn alles versagt, dann bleibt leider nur noch fachgerecht entsorgen.

Es bereitet mir Schmerzen, wenn ich sehe was meine Mitmenschen einfach entsorgen. Vieles kann wirklich weiterhin genutzt werden. In unserem Haushalt freuen wir uns jedes Mal, wenn wir ein Teil sinnvoll weitergeben konnten. Das ist dann wahrscheinlich so, wie für andere das Gefühl beim Einkaufen. Es bereitet mir geradezu diebische Freude etwas eben nicht zu kaufen. Konsumdiät – herrlich.

Praktische Links und Adressen, um ein neues Zuhause für deine Sachen zu finden:

DSC_0063

Wie ihr sehen könnt, auch hier warten noch einige Sachen auf ein neues Zuhause.

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Ein Gedanke zu „Minimalismus Tipps: Wohin damit?!

  1. Grünzeug

    Ich finde es auch immer wieder befreiend, Überflüssiges loszuwerden und im Wesentlichen das zu besitzen, was man wirklich braucht (hier liegen natürlich starke individuelle Unterschiede in der Definition von „brauchen“ vor).
    Seitdem ich mir wirklich Gedanken um mich und meine Umwelt gemacht habe (seit dem Umstieg auf die vegane Lebensweise), kaufe ich viel weniger als früher nach. Ich habe beispielsweise seit einem Jahr keine Anziehsachen gekauft – weil ich schon mehr als genug habe. Diese Einsicht – ich habe genug – ist eine der wertvollsten und befriedigendsten, die man in der heutigen Gesellschaft haben kann, finde ich.

    Toll finde ich auch den Gedanken, alles wieder in den Verbraucherkreislauf zurückzuführen – ich mag es auch nicht gerne, wenn eigentlich noch Benutzbares weggeworfen wird.
    Besonders liebe ich die öffentlichen Bücherschränke – so bin ich immer sicher, dass meine durchgelesenen Bücher in andere Hände gelangen, die das zu schätzen wissen. :)

    Liebe Grüße
    Jenni

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