Ist wirklich alles selbstverständlich?

Selbstverständlichkeiten

Gestern hatte ich unangemeldeten Besuch von einem unliebsamen Bekannten, meiner Migräne. Sie fand es so nett bei mir, dass sie spontan noch einen Tag anhing. Schade auch. Der Sonntag hätte so schön sein können. Die Dezembersonne schien, der Park leer, die Straßen frei …

Mir kam der Gedanke: Das Verhältnis zur Gesundheit ist doch ähnlich wie die Sache mit der Umwelt. Wir genießen alle ganz selbstverständlich die Tage an denen der Körper seine Arbeit ohne Zicken und Murren verrichtet. Und just in dem Moment, wo was klemmt oder hackt da erinnern wir uns, stimmt ich habe ja schon länger meine Rückenübungen nicht mehr gemacht. Erst dann ist klar: Gesundheit ist doch keine Selbstverständlichkeit. Wann habe ich die letzten Krankengymnastikübungen gemacht. Oh, schon echt lange her. Ab jetzt werde ich wieder regelmäßig dran denken, auch wieder meditieren und montags wieder ins Yoga oder zum Schwimmen gehen. Kaum geht es wieder besser, verfallen wir langsam aber sicher zurück in die Couchpotato-Rolle. Zumal die Arbeit anstrengend war und auch kein Ende in Sicht ist.

Die Umwelt und dazu zählt je nach eigener Sichtweise ALLES was uns umgibt (Erde, Wasser, Luft, Pflanzen- und Tierwelt in ihrer Gesamtheit und ihren Wechselbeziehungen) oder doch nur der Park in dem ich laufe oder der Vogel vor meinem Fenster. Es ist vollkommen selbstverständlich, dass es jeden Tag weitergeht. Wir üben unsere Routinen aus: Arbeiten, Reisen, Konsumieren, Wandern oder womit wir uns sonst als Individuum definieren. Doch erst in dem Moment, in dem es im Dezember noch immer so warm ist, dass wir das Gefühl von Spätherbst nicht loswerden, es stürmt, die Flüsse über das Ufer treten, die Bienen sterben, Wale zu Hunderten stranden, wir Pestizide im Essen finden, Nutztiere erkranken (…) stellen wir fest, irgendwas hat sich verändert. – Wir sind nicht alleine. Wir könnten mehr tun, ich kann mehr beitragen. Wie wir uns dann entscheiden liegt an uns. An jedem einzelnen von uns, jeden Tag aufs neue. Wie entscheidest du dich?

There are more people awake and more people who are understanding that only when we link our clever, clever brain with the human heart – love and compassion – can we attain our true human potential Jane Goodall

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