Archiv für den Monat Dezember 2015

Bananen Smoothie, Prost!

Smoothie

Zum Jahreswechsel noch ein leckeren Smoothie aus geretteten Lebensmitteln. Foodsharing macht es möglich. Berge an Obst wollen heute noch eingekocht werden, den Rest trinken wir sofort und stoßen auf ein gutes gesundes faires Jahr an! Prost und alles GUTE für euch!

  • 3 Bananen
  • 1 Birne
  • 1 Apfel
  • Zimt
  • Auffüllen mit ca 1 Liter Wasser (je nach Vorliebe)

Alles in den Mixer, 30 Sekunden pürieren, fertig. Lecker cremig und moralisch wertvoll :)

Tipp:

Diese Bananen sind vollkommen in Ordnung, auch wenn sie sehr dunkel und fleckig sind. Direkt verarbeiten, in Smoothie, Kuchen oder Kompott und nicht einfach entsorgen.

Bananen

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Die Zeit – das kostbarste Gut

Es ist faszinierend.

Ich bin nun in der Hälfte meines Sabbaticals oder genauer im Freizeitausgleich mit Jahresurlaub angekommen und fühle mich unglaublich privilegiert. Es hat wirklich drei Wochen gedauert, bis ich mir Zeit nehmen kann, Zeit einen Film über POC 21 zu sehen, Zeit in anderen Blogs zu stöbern (zum Beispiel hier) oder Zeit diesen Blog zu schreiben.

Bereis am ersten freien Tag lag ich abends vollkommen fertig und unruhig im Bett, weil ich nur einen Bruchteil meiner seitenlangen To Do Liste abgearbeitet hatte, und doch noch so viel unangetastet war, so viele Ideen und Sachen die mir am Herzen lagen – oder einfach nur die Steuererklärung 2014, all das musste in die freie Zeit reingepresst werden. Und die Zeit schwindet einfach nur dahin, ohne mich zu fragen, ohne Rücksicht darauf, dass ich doch nun frei habe.

Neben den To Do’s steht Entspannen und dem gebeutelten Körper und dem erschöpften Geist ‚eine verdiente Pause geben‘ auf meinem inneren Plan. Wie soll ich das nur alles unter einen Hut bekommen? O je – und Sport: Laufen und Kraftübungen. Und jeden Tag Yogaübungen, aber auch noch mindestens 10 Minuten meditieren. Ganz zu schweigen von der Essensumstellung. Ich dachte, ich probiere mal Rohkost aus, wenn ich schon Zeit habe und nicht gestresst einfach irgendwelche weichen Nudeln mit meiner Kollegin essen muss. Rohkost soll so gut tun.

In der ersten Woche saß ich morgens nach der „Bewusstseinsübung“, einem heißen Wasser, dem Lauf im Park, den Yogaübungen und der Meditation mit dem frischen Rohkost-Shake über meinem Arabisch-Buch. Daneben lag Englisch und Italienisch, denn – das war ja klar – wenn ich Zeit habe, wollte ich mich auch wieder mehr mit Sprachen beschäftigen, dazu komme ich ja sonst nicht. Um 12 Uhr genehmigte ich mir eine kleine Pause. Dann traf ich mich mit Freunden, die ich sonst so sträflich vernachlässige, unternahm Krankenbesuche, gab einer Freundin Unterricht im Nähen, las endlich mal wieder in meinen Büchern, experimentierte in der Küche, reinigte den Kühlschrank und Fenster, räumte auf und um und suchte für meinen Besitz ein neues Zuhause. Zum Beispiel verbrachte ich Unmengen an Zeit mit dem Fotografieren, Beschreiben und Einstellen von Habseligkeiten bei Ebay – um am Ende festzustellen, es will keiner haben. Und bei allem was ich tat, war mir klar, das ich andere Sachen nun nicht machen konnte, die Zeit davon fliegt und ich doch viel lieber an meiner beruflichen Zukunftsvision arbeiten sollte, als hier entspannt im Park zu laufen.

Am Abend lag ich wieder vollkommen fertig im Bett, voller Aufregung nicht einschlafen könnend, denn am nächsten Tag hatte ich ja auch wieder so viel Zeit.

Kichererbsencreme

Kichererbsencreme – Hummus

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Ein schnelles, veganes und günstiges Rezept – ganz ohne Plastikmüll.

Kichererbsen

los geht’s:

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 Zwiebel
  • Saft einer halben Zitrone
  • Öl
  • ca. 250 g gekochte Kichererbsen
  • Pfeffer, Curry, Chili, Kräuter, Salz

Alles in eine Schüssel geben und mit dem Mixer pürieren. In ein verschließbares Glas füllen. Fertig. Guten Appetit!

Tipp:

Lieber die Kichererbsen selbst kochen, anstatt auf die vorgefertigte Variante im Glas oder in der Dose zurück zu greifen. Ist günstiger, es entsteht kein Müll und es ist klar was drin ist.

Und so geht es: Die Erbsen waschen und über Nacht in der doppelten Menge Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abschütten und die Kichererbsen in frischem Wasser mit Gewürzen (Chili, Kümmel und Knoblauch) garen. Erst am Schluss Salz dazu geben, das erhöht die Bekömmlichkeit. Den Sud der Kichererbsen nicht wegschütten, es gibt einige vegane Köche im Netz, die damit backen und tolle Ergebnisse erzielen.

Was hat meine Zahnpasta mit der Meeresumwelt zu tun?

Ist dir klar, dass du mit deiner Zahnpasta und deinem Peeling die Welt retten kannst? Ja gut, nicht die ganze Welt, dennoch kannst du einen Beitrag leisten.

Mikroplastik aus unseren Kosmetikprodukten und Kunstfasern aus unserer Kleidung gelangen so täglich ins Meer. Bis zu 2.000 Fasern verlieren zum Beispiel die tolle Fleecejacke und die praktische Polyester-Laufhose bei jedem Waschgang. Klärwerke können da auch nix ausrichten.

Aber warum ist das schlimm? 

  1. „Mikroplastikpartikel binden persistente toxische Schadstoffe, die sich im Meer befinden, an ihrer Oberfläche. Das können auch bereits verbotene Substanzen wie das Insektizid Lindan oder das Pestizid DDT sein, die sich nach wie vor in der Meeresumwelt befinden. Diese Eigenschaft kann zu einer Anreicherung von Schadstoffen im Nahrungsnetz führen und möglicherweise auch Relevanz für den menschlichen Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten haben.“ Zitat: www.umweltbundesamt.de

  2. „Bei der Zersetzung geben Kunststoffe giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter in die Meeresumwelt oder den Organismus ab, der sie aufnimmt. Mikroorganismen sind nicht in der Lage, die Kunststoffe vollständig zu zersetzen.“ Zitat: www.umweltbundesamt.de

Das heißt zusammengefasst: Über kurz oder lang vergiften wir uns selbst. Denn die Kleinstpartikel verbleiben vermutlich für immer in der Meeresumwelt.

Also können wir doch die Welt retten: Mit jedem Einkauf kann ich etwas NICHT unterstützen. Wenn von den ca. 81 Millionen Deutschen nur die Hälfte etwas verweigert, dann bewegen wir Berge.

Mathematisch geht es weiter: Wenn jeder Deutsche das wilde Projekt von Boyan Slat mit nur 10 Cent unterstützen würde, dann hätte er sein Startkapital schon zusammen und wir würden wissen, ob es funktioniert.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen klaren Kopf – auch bei „kleinen Entscheidungen“ wie zum Beispiel Zahnpasta einkaufen. (Es gibt auch tolle Zero Waste Rezepte für Zahnpasta)

 

„Wünsch dir was!“

Jpeg

München 1.1.2014

Ein großer Wunsch für 2016: Weniger Müll!

Wie wäre es, wenn wir bei jedem Einkauf wenigstens auf die Plastiktüten verzichten. Wir sagen: Nein, danke, ich möchte keine Tüte. Das wäre wirklich leicht machbar und dennoch ein großer Beitrag zum Umweltschutz. Oder warten wir bis die bislang verwässerten EU Vorschriften doch noch durchgesetzt werden? Wie sexy ist ein Jutebeutel?

Wenn wir schon beim Müll sind, dann können wir doch gedanklich direkt beim 31.12. bleiben.

Silvester steht vor der Tür und damit nicht nur die Frage, was machen wir denn in diesem Jahr – mittlerweile werden sich auch die Wankelmütigen festgelegt haben – sondern auch der Einkauf von Bergen an Sondermüll. Ist ja klar, dass ich das doof finde, aber warum findet ihr das toll? Rauch, Lärm, Gestank, Gefahr für ein wenig bunte Luft? Warum könnte man sich das mit den Böllern, Feuerwerkskörpern, Wunderkerzen, Krachern, Raketen sparen?

Weil…

  • es sich wie Krieg anhört.
  • die Produktion in den Herstellungsländern viele Fragen aufwirft.
  • wir keine Straßenschlachten befürworten.
  • wieder Berge an Müll auf Straßen, in Parks und in Gewässern landen.
  • zusätzlich Unmengen an Scherben auf der Straße und in Wiesen verteilt werden.
  • wir nicht alleine sind – Tiere!? Die lieben Lärm, Dreck und Scherben.
  • es viel Geld kostet, das vielleicht an anderer Stelle besser aufgehoben ist.
  • es immer wieder zu Unfällen kommt.
  • wir Verantwortung übernehmen und Handeln und nicht nur im Grunde dafür sind. Also -für diese nachhaltige abstrakte Sache – Hauptsache es bleibt alles gleich und genau so bequem wie früher.

Ok, alles egal, nix geht über stinkenden bunten Lärmradau, denn das alte Jahr soll mit Pauken und Trompeten verabschiedet oder das neue Jahr würdig begrüßt werden. Dann könntet ihr euren sexy Jutebeutel doch direkt einsetzen und den Müll in der eigenen Tonne entsorgen. :) Danke!

Jpeg

Liegt es vielleicht doch nur am Alkohol?

Jpeg

Was ist mir unsere Umwelt wert?

Upcycled Furniture Ideas

All you need is courage and patience. See some examples I worked on during the last years.  Most of the furnitures found the way to us, some were also discarded as waste. Feel free to contact me if you need further explanations or advice.

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I found this original cocktail chair from the 1950s – mid-century design – on the street corner.

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My former boss was happy to get rid of the wing chair. With lots of different fabrics it is quite unique. Nowadays it is even possible to buy patchwork chairs off the shelf.

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This stool was already on its way to the bulky waste. Now it shines with a new cover (with original fabrics from the 1970s).

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This is a cosy spot, made out of an old futon, a mattress, some palettes, and a cover out of old white curtains.

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A coat rack with different old and new hooks.

Vegan ist auch nicht gesund und nachhaltig

Berge

Heute wurde ein alter Focus – Artikel von Sarah Wiener serviert. Die Abrechnung mit Veganern. Der Artikel stammt aus der Sommerpause, in der die Themenpalette bekanntlich künstlich gefüllt werden muss. Erstens sind alle im Urlaub und zweitens soll ja auch jeden Tag was spannend Neues auf den Tisch. Ich kann mich erinnern, dass mich der Artikel beim ersten Lesen schon – sagen wir – irritiert hat.

Sarah Wiener  ist Köchin und kommt aus Österreich, da läuft die Uhr noch anders. Oder nicht? Immerhin gibt es nur glückliche Kühe auf endlosen Weiden. Das Läuten der Kuhglocken sagt einem, wir sind im Paradies: Tafelspitz, Wiener Schnitzel, Rehragout, Bierfleisch, Rahmpfifferlinge, Kaiserschmarrn direkt mit Blick auf die weidenden Kühe. Was soll Frau Wiener denn nur essen und vor allem ihren Kunden vorsetzen, wenn nicht Leckereien vom Tier? Natürlich, sie ist eine erfolgreiche Unternehmerin mit 100 Angestellten, ihre Firma sitzt in Berlin und alles ist natürlich, regional, artgerecht, bio zertifiziert! Glückwunsch! 

Das vegane Fertiggerichte nicht zu empfehlen sind, naja das werden die nachdenkenden Tierproduktverweigerer sicherlich auch schon herausgefunden haben. Mann oder Frau wird ja nicht über Nacht vegan und kann dann nur noch von Sojamilch und Sojaschnitzel leben, das hoffentlich auch so lecker schmeckt wie zuvor – nur ohne Blut. In Massen ist Soja – wie fast alles auf dieser Welt, nicht gut. Die gesundheitlichen Risiken (Hormone) sind noch nicht bis ins letzte Detail geklärt.

Wer industriell verarbeitete und in Plastik abgepackte Sojamilch oder eben solche Produkte konsumiert und nicht über die Herkunft und die Fertigung nachgedacht hat, der ist vielleicht aus anderen Gründen vegan geworden. Es gibt viele Gründe warum Menschen auf Tierprodukte verzichten und auf Alternativen zurückgreifen. 

Das Sojaprodukte aber genau so viel Schaden anrichten wie Fleisch ist natürlich sehr weit hergeholt. Sicher, die größten Anbaugebiete liegen außerhalb jeglicher europäischer Kontrolle. Niemand kann bei seiner 2 Euro Sojamilch aus dem Supermarkt sicher sein, wo dieses Soja wirklich herkommt, was dafür zum Opfer gefallen ist und vor allem, wie der weite und industriell geprägte Weg ins Regal aussah. Allerdings wird das Soja in diesem besagten Fall direkt verzehrt und geht nicht in den Tank oder in das Futter von Masttieren.

Für die Herstellung von einem Kilo Schweinefleisch benötigt man 650g Soja. (Neben allen anderen Schäden, Wasserverbrauch, Artensterben und Transport). Wenn wir Fleisch essen, dann essen wir auch Soja, nur eben indirektStatistisch gesehen kommen 80% des nach Deutschland importierten Soja aus Südamerika, davon werden 2% für Sojamilch und Tofu verarbeitet.

Der gut gemeinte Rat von Frau Wiener: Frisch und regional Kochen, vor allem selbst wieder in der Küche stehen. Ja, das ist doch ein tolles neues Konzept. Ich freue mich, dass ich das schon entdeckt habe – ganz alleine – ohne den Focus und ohne die Ratschläge von Frau Wiener. Juchu.

Ich wünsche euch allen schöne Stunden in eurer Küche was immer in eurer Pfanne brät.