Glyphosat: 18 von 28 Stimmen für eine Verlängerung

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Auch unser Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat mit „JA“ abgestimmt. Vielleicht ist das Unkrautvernichtungsmittel nicht krebserregend, wahrscheinlich unbedenklich für Mensch und Tier. Da bin ich ja froh. Komisch nur, dass die behandelten Felder so tot wirken.

Der Minister nannte die „Stärkung der Rolle von Biodiversität und Tierschutz“, weitere Aufklärung im Hinblick auf die gesundheitlichen Gefahren für den Menschen und eine „Prüfung der Optimierungsmöglichkeiten des Genehmigungsverfahrens für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe“.

Ich verstehe den Zusammenhang nicht ganz. Stärkung der Rolle von Biodiversität und Tierschutz und Optimierung bei der Genehmigung von Pflanzenschutzmitteln? Wie passt das nun mit der Verlängerung eines umstrittenen Pflanzenschutzmittels vom Mogul Monsanto zusammen?

Schmidt begründete das deutsche Abstimmungsverhalten in Brüssel damit, dass die EU-Kommission „sich ohnehin für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat entschieden“ hätte. „Die Kommission hätte damit den Wirkstoff ohne diese Bedingungen verlängert.“ National werde man zusätzliche Maßnahmen im Sinne restriktiverer Anwendungen ergreifen, versprach Schmidt.

Die EU-Kommission hätte sich ohnehin für eine Verlängerung entschieden. Verstehe. Ja dann. Das ist wie beim Fleisch: Das Tier ist ja schon tot, deswegen macht es nichts, wenn ich es bestelle oder foliert in Plastik einkaufe. Ich töte ja nicht, ich bin nur Konsumentin. Der Flieger fliegt sowieso, deswegen fliege ich auch regelmäßig in die entlegenen Gegenden. Wäre ja blöd, wenn die Maschine halb leer fliegt. Das ist auch nicht ökologisch.

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Schön, dass Bayer nun Monsanto für ca 66 Milliarden kaufen wird. Fusion nennt sich das. Gut, dass hier die EU-Wettbewerbskommission alles prüft. Bis zum 08.01.18 soll es eine Entscheidung geben. Wäre ja unvorstellbar, wenn ein Konzern den Markt für Pestizide und Saatgut kontrolliert.

Wie viele Bienen hast du in diesem Jahr gesehen?

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Gigantische Todeszone im Golf von Mexiko

 

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Jeder Beitrag zählt. 

Wieder ist von wachsenden Todeszonen im Meer zu lesen. Nicht nur im Golf von Mexiko, auch am Schwarzen Meer oder hier bei uns an der Ostsee gibt es immer wieder solche Zonen, die wir selbst mit unserem Handeln oder Nichthandeln erzeugen. Ich finde es unglaublich wie mächtig diese Lebensmittelindustrie ist. Gerade sind Eier in Ungnade gefallen – denn wir können uns damit aktuell vergiften. Vergiften wir nur die Erde, misshandeln und töten die Tiere, damit wir unsere ausgewogene Ernährung nicht hinterfragen müssen, dann ist das OK.

Der Mensch ist so unglaublich.

Wenn wenige und sehr mächtige – politisch gut verknüpfte Agrarkonzerne mit ihren reichhaltigen Abwässern die Umwelt in Todeszonen verwandeln, dann ist das bedauerlich und nicht so gut, muss aber irgendwie hingenommen werden, weil der Mensch soll ja nicht verhungern oder sein ganzes schwer verdientes Geld in Lebensmittel investieren, er muss ja auch noch konsumieren und anderen Plastikmüll kaufen, in den Urlaub fliegen, das zu große Haus abzahlen und die Kinder in die gute Schule und zum Sport schicken…

Warum machen wir das alles, damit unsere Kinder und Enkel eine gute Zukunft haben?

Und wie oft muss ich mir anhören, BIO ist zu teuer, VEGAN zu extrem, selbst kochen zu arbeits- und zeitintensiv, Lebensmittel vom Bauern von nebenan zu umständlich zu besorgen… Sicherlich ist heute Bio in Plastik aus dem Supermarkt kontrovers zu betrachten. (Wann ist BIO noch wirklich bio?) Wenn wir als Verbraucher die Kleinbauern aber nicht unterstützen, dann wird es bald keine mehr geben. Kleinbauern müssen ihre Höfe aufgeben und werden von großen Industrie-Farmen geschluckt. Über 60 Milliarden Tiere werden jährlich (Stand 2014) geschlachtet! Die Tiere stehen in riesigen Ställen und wir leiten die Gülle in den Fluss, ins Meer, ins Grundwasser. Die meisten wissen es – die meisten ignorieren es.

Falls dich mal wieder ein interessierter Mensch fragen sollte, warum du so extrem sein musst, mit deinem Grünzeug und ohne tierische Lebensmittel – dann kannst du zum Beispiel über die Todeszonen im Meer sprechen. ;)

Hier geht es zum Artikel!

Arbeitsweg: Neue Alternative zum Rad

JpegGuten Morgen,

in der Süddeutschen war ein kurzer Artikel über die Möglichkeit in der bayerischen Metropole die Isar als Arbeitsweg zu nutzen. Nicht den Isar Radweg, der mittlerweile bei warmen Temperaturen so überfüllt ist, dass der zivilisierte Radler im Stau steht, sondern direkt im Gebirgsbach gen Donau treiben. Das ist wirklich eine schöne Idee. In meinem Fall müsste ich leider mehrere Staustufen und das Isarwehr umgehen, dazu bin ich wohl nicht mutig genug. Falls ihr jedoch einen Fuss nutzen könnt, vielleicht ist der Artikel  ganz interessant für euch. ;) Meine Freunde in der Schweiz amüsieren sich sicherlich über die Innovation, dort ist das Schwimmen zur Arbeit schon länger in. Mir gefällt die Idee gut, denn auf dem morgendlichen Arbeitsweg kann man noch schnell das Leergut der Isarbesucher vom Abend einsammeln (- oder einen Grill) ;)

Nachdem unser Permakulturkurs in Umbrien, ob der starken Trockenheit abgesagt worden ist, komme ich vielleicht mal wieder zum Lesen eurer Beiträge. Juchu. LG Esther

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Transformation und O

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Hallo Welt,

die Sonne scheint ins Office. Ich muss euch einfach diese beiden Links senden. Hier könnt ihr sehen, warum ich in den letzten Monaten kaum Zeit finde. Die meisten Themen wirken so klein, gegen das große Ganze. Und doch machen es gerade die kleinen Änderungen, die kleinen Freuden im Leben aus. Oder nicht?

Ein tolles Buch mit Ideen und Beispielen zur Transformation findet ihr bei hosting transformation

Ihr könnt euch das Buch „Hosting Transformation: Stories from the Edge of Change making “ auf der Seite von Hosting Transformation runterladen. Es gibt es auch ein schönes Workbook. Vielleicht kann das den Ideen Flügel verleihen? Be the Change!

Inspiriert hat mich zudem der Online Summit von Pioneers of Change.

Kennt ihr sicherlich schon, wenn nicht hört rein! Lasst euch beflügeln, lebt eure Träume und verändert dadurch euch selbst und alles um euch. Einen sonnigen Abend! Liebe Grüße, Esther

Ist das wirklich verrückt?

Jpeg

Rhein in Köln

Schaut doch mal hier. Ein russischer Aktivist, der mit Schlittschuhen den Müll sammelt. In St. Petersburg ist das möglich und anscheinend auch notwendig.

Seine Aussage: „Es ist nicht nur ein ökologischer Kampf. Es ist ein Kampf für das Leben“ ;)

Das hat sehr viel positive Selbstverständlichkeit. Es gibt ja keine Alternative als es einfach zu tun. Findet ihr nicht auch?

Was passiert mit 20.000 Tonnen Hausmüll in St. Petersburg?

http://www.mdr.de/heute-im-osten/video-30118.html

Liebe Grüße, Esther

Kommt Zeit kommt Rat

Nachdem ich erneut in meinem Alltag mit den üblichen Freunden wie Arbeit, lebenslanges Lernen, Krankheit, Ehrenamt und soziale Verpflichtungen verschwunden bin und meine begonnenen Blogbeiträge nur als Drafts abspeichern konnte, heute ein Link aus der Zeit zu einem konsumkritischen Artikel. Konsum wird uns doch täglich als schön verkauft. Helfen uns Verbote? Das würde ich mir wünschen. Aber warum sollte der König seinem Volk befehlen – nicht mehr an seiner Nadel zu hängen? Ich denke die Transition kommt von unten, aus den Wurzeln, nicht von oben, wo die Luft zu dünn zum klaren Denken ist.

Ich will Verbote!

 

Vegane Wurst: Schlimme Irreführung

Hallo ihr Lieben,

endlich mal wieder Zeit für ein paar Zeilen. Und natürlich gibt es auch einen Anlass, der mich verführt meine Zeit zwischen den Jahren nicht mit Studieren, Entschlacken oder Sport zu verbringen, sondern mit einem kurzen Artikel.

Fühlt ihr euch auch betrogen von der bösen Mogelpackungsindustrie, die auf ihre Produkte ganz fett VEGANE Wurst oder VEGETARISCHE Bratwurst schreibt?

Verunsicherung vom Verbraucher

Ich finde das ist eine Unverschämtheit. Gut, dass Herr Schmidt – seines Zeichens Agrarminister – seine Energie, Zeit und Intelligenz in diese falsche Schweinerei investiert. Immerhin beschützt er uns Bürger und Bürgerinnen vor der widerlichen Gefahr genau deklarierte Produkte zu kaufen. Ich finde wir können ihm nicht genug dafür danken. Er beschützt den Verbraucher und natürlich auch die dumme Hausfrau, die doch eigentlich ein totes Stück Fleisch, besser – ein in Form gepressten Tierkadaver im Naturdarm foliert in Plastik kaufen wollte. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn. Da sind wir noch mal ganz knapp an einem Hölleninferno vorbei gerutscht. Danke an Herrn Schmidt, danke an die Fleischlobby! Fast wäre ich an der Theke drauf reingefallen und hätte mir den Mund an der veganen Wurst verätzt und dazu den Magen verdorben, denn wenn ich totes Tier essen möchte, dann muss es nach totem Tier schmecken, nicht nach Soja, und ich möchte nicht vom Marketing irregeführt werden. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder auf seine Produkte drucken kann, was er oder sie denkt (oder der Kunde gerne sieht).

Milch kommt immer von Kühen auf grünen saftigen Wiesen. Eier sind immer von glücklichen Hühnern. Der Naturdarm ist nie in einer Kuh gewesen. Die Bananen sind von glücklichen Menschen liebevoll geerntet und schwups in unserem Korb gelandet – ohne braune Flecken und Pestizide… Meine Welt ist in Ordnung. Ich hoffe eure auch.

Vegane Täuschung