Vegane Wurst: Schlimme Irreführung

Hallo ihr Lieben,

endlich mal wieder Zeit für ein paar Zeilen. Und natürlich gibt es auch einen Anlass, der mich verführt meine Zeit zwischen den Jahren nicht mit Studieren, Entschlacken oder Sport zu verbringen, sondern mit einem kurzen Artikel.

Fühlt ihr euch auch betrogen von der bösen Mogelpackungsindustrie, die auf ihre Produkte ganz fett VEGANE Wurst oder VEGETARISCHE Bratwurst schreibt?

Verunsicherung vom Verbraucher

Ich finde das ist eine Unverschämtheit. Gut, dass Herr Schmidt – seines Zeichens Agrarminister – seine Energie, Zeit und Intelligenz in diese falsche Schweinerei investiert. Immerhin beschützt er uns Bürger und Bürgerinnen vor der widerlichen Gefahr genau deklarierte Produkte zu kaufen. Ich finde wir können ihm nicht genug dafür danken. Er beschützt den Verbraucher und natürlich auch die dumme Hausfrau, die doch eigentlich ein totes Stück Fleisch, besser – ein in Form gepressten Tierkadaver im Naturdarm foliert in Plastik kaufen wollte. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn. Da sind wir noch mal ganz knapp an einem Hölleninferno vorbei gerutscht. Danke an Herrn Schmidt, danke an die Fleischlobby! Fast wäre ich an der Theke drauf reingefallen und hätte mir den Mund an der veganen Wurst verätzt und dazu den Magen verdorben, denn wenn ich totes Tier essen möchte, dann muss es nach totem Tier schmecken, nicht nach Soja, und ich möchte nicht vom Marketing irregeführt werden. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder auf seine Produkte drucken kann, was er oder sie denkt (oder der Kunde gerne sieht).

Milch kommt immer von Kühen auf grünen saftigen Wiesen. Eier sind immer von glücklichen Hühnern. Der Naturdarm ist nie in einer Kuh gewesen. Die Bananen sind von glücklichen Menschen liebevoll geerntet und schwups in unserem Korb gelandet – ohne braune Flecken und Pestizide… Meine Welt ist in Ordnung. Ich hoffe eure auch.

Vegane Täuschung

Goodbye Sustainable Development Goals

09.11.2016

Werden wir diesen Tag auch so in Erinnerung behalten wie den 11.09.2001 oder den 09.11.1989? Ich weiß noch wie damals alles still stand. Wir waren dabei und mitten drin als Geschichte geschrieben wurde. Sicherlich – jeden Tag wird Geschichte geschrieben. Wie nahe Freud und Leid liegen, Liebe und Hass, Sinn und Unsinn, Recht und Unrecht, Leben und Tod…Die Liste ist schier unendlich.

Die Gegenwart ist gleich schon Geschichte. Die Träume in der Zukunft.

An der Spitze von Amerika wird ein Mann stehen, der den Klimawandel leugnet. Prognosen sprechen davon, dass es keine weiteren Umweltabkommen mit dem größten Umweltverschmutzer geben wird. Glaubt man dem Wahlprogramm, dann wird die Öl- und Gasförderung verstärkt. Laut Stern soll Kohle als fossiler Energieträger eine Renaissance erleben. Hauptsache die Unabhängigkeit von der Energielieferung aus anderen Ländern ist gewährleistet.

Es heißt: Die Energiepreise werden gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Dafür werden die Spitzensteuersätze für Reiche wegfallen. Zudem soll eine schöne hohe Mauern zu Mexiko entstehen, gepaart mit stärkeren Einwanderungskontrollen. Ich finde das klingt wie ein Sechser im Lotto für amerikanische, reiche, weiße, Fleischliebhaber, Unternehmer, SUV-Fahrer, Waffen-Fetischisten, Fast-Food-Ketten, Spekulanten, Rassisten, Lobbyisten, Träumer und Klimawandel-Verneiner. Willkommen im „American Dream“ oder eher „Nightmare before Christmas„?

Ein Trostpflaster ist die Ablehnung jeglicher Freihandelsabkommen. Das ist wirklich schön. Mehr Regionalität, nicht aus Umweltbewusstsein, sondern um den amerikanischen Markt anzukurbeln. „AMERICA FIRST“ 

Hope is kindled.

Vielleicht ist ja auch alles wie bei Phönix aus der Asche. Nach dem Lebenszyklus Mensch wird aus der Asche eine neue Generation Mensch wiedergeboren. Ist das nicht toll, wir sind mitten drin – anstatt nur dabei – also quasi im Fernseher anstatt nur davor. Reality TV.

Wie geht es euch? Welche Wahl würdet ihr treffen? Pest oder Cholera?

A SIMPLER WAY – CRISIS AS OPPORTUNITY

Es schneit, der Winter zeigt seine ersten Vorboten. Der Körper ist müde und braucht Ruhe. Vielleicht ist ein Dokumentarfilm das richtige?

Vielleicht seid ihr auch auf der Suche nach einer Veränderung, einer Vereinfachung des Lebens? Vielleicht ist euch Kastanien sammeln und damit Waschen, in der Wohnung Pflanzen züchten und mit dem Rad zur Arbeit fahren nicht mehr genug? Sicherlich, manche Mitmenschen bezeichnen meinen Lebensstil bereits als extrem. Doch was ist an Kleider reparieren anstatt neu kaufen extrem? Warum ist Fleisch essen normal? Es ist nicht unnormal sich mit dem hart verdienten Geld Annehmlichkeiten „made in China“ zu kaufen, einen dicken Wagen zu fahren, Unmengen an Plastik nach Hause zu tragen und dafür aber billige Lebensmittel zu kaufen. Weil „wir müssen eben auf das Geld schauen“.

Alle sprechen von „Nachhaltigkeit“ in den wildesten Bedeutungsvariationen. Doch irgendwie bleibt alles gleich. Vielleicht geht es mir auch zu langsam. Das mag sein. Um in Bayern im eigenen Garten oder in einem Schrebergarten buddeln zu können, gehört sehr viel Vitamin B, Geld oder ein extrem langer Atem dazu. Alternativ ist das Umziehen an die tschechische Grenze eine Möglichkeit. Dort gibt es noch Raum und Land für Ideen. Allerdings ist das wiederum schwierig mit einem Job in München vereinbar.

Ich möchte meine Transition zum nächsten Level erleben. Nicht nur Dokumentationen darüber anschauen. Wie geht es euch mit eurem Lebensentwurf? Passt das alte Konzept noch auf die aktuelle Situation?

Wie ein Experiment zu mehr Einfachheit laufen kann, zeigt die Doku von Happen Films.

TRASH ME –

Hallo Zusammen,

diese Idee fand ich so plakativ inspirierend, dass ich trotz meiner 7-Tage-Woche unbedingt ein kurzes Lebenszeichen geben muss. Mehr über Rob und seine Idee findet ihr hier.

Wir alle können diese fünf Verhaltensumstellungen, die Rob in seinem Video vorschlägt, in unser Leben integrieren. :) oder nicht?

Lasst mich wissen, wie ihr das findet!

Liebe müde Grüße, Esther

Erntefreuden in der Stadt

Nachdem wir im Sommer Johannisbeeren, Blaubeeren und Erdbeeren geerntet haben, gibt es nun Äpfel und Haselnüsse. Ein Traum! Alles regional, frisch, kostenfrei geerntet. 

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Dann werden noch die Kastanien gesammelt (und zu Waschpulver verarbeitet) und schon ist der Sommer wieder vorbei. Gut, dass wir schon Einiges einkochen konnten. :)

Ich frage mich immer wie andere Menschen das machen?

Ich komme nie mit meiner Zeit meinen Interessen hinterher. Das Wort Langeweile könnte ich direkt aus meinem Vokabular streichen. Vielleicht an einen Nachbarn verschenken. Dafür erhalte ich Zeit im Austausch. Das wäre mal toll. Ich frage mich wirklich ernsthaft, wie macht ihr das? Neben meinem Job bin ich bei diversen Projekten ehrenamtlich engagiert. So war ich zum Beispiel letztes Wochenende in Hamburg und habe dort für die Stiftung (SBB) Stipendiaten-Gespräche geführt. Mit dem Nachtzug zurück (darüber wollte ich gesondert schreiben) um eine Prüfung im WT (Selbstverteidigung) abzulegen. Anschließend das Übliche, was an einem Wochenende immer so passiert: Waschen, Aufräumen, Büro… als Highlight: Sport, ernten und Steuer. Dieses Wochenende waren wir als Standbetreuung für das KK tätig, Kuchen backen, freiwillige Reparaturarbeiten für den WT-Verein, Steuererklärung, Bürokram, ernten, Weiterbildung, Sport… Migräne gab es als i-Tüpfelchen noch gratis dazu. Und schwups ist schon wieder Montag und ich kann in der freien Abendstunde nach Arbeit, Fahrtweg und WT nur noch durch die Waschanlage ins Bett fallen. Morgen presse ich noch eine Abholung bei Foodsharing dazwischen. Denn ich möchte endlich nach fast einem Jahr meinen Ausweis erhalten.

Ich lese immer wieder über Entschleunigung und Achtsamkeit und frage mich, wie soll das gehen? Ich hätte gerne noch 5 andere Sachen am Wochenende verfolgt, mich intensiver mit diesem oder jenem auseinander gesetzt und dann auch vielleicht mal nix tun. Also wenn dann noch Zeit ist. Aber Zeit ist irgendwie nie. Also nochmal: Wie macht ihr das? Ich finde es schade, nur einen Teil meiner Interessen verfolgen zu können. Aber woher die Zeit nehmen. Arbeitszeit reduzieren? Das muss man sich auch leisten können/ wollen.

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Mein Liebling: Rote Beete Smoothie

  • 1 -2 Rote Beete (mit Blätter und Stielen )
  • 2 Karotten
  • 2 Äpfel
  • etwas Mangold
  • etwas Staudensellerie
  • kl. Stück Ingwer (kein Muss) (Ingwerwurzeln lassen sich mit viel Geduld zuhause züchten.)

Der Smoothie ist dank Apfel, Karotten und rote Beete leicht süß und sehr nahrhaft. Ein wenig Leinsamen dazu geben, dass rundet den Geschmack ab und fördert die Verdauung.

Rote Beete lässt sich mit fast allen Gemüse- Obst- Salatsorten mischen. Sehr lecker ist auch die Kombi mit Spinat. In den letzten Wochen liebe ich allerdings rote Beete mit Apfel oder doch einfach nur pur. Meine Lust auf einfache Speisen und Getränke steigt wohl mit der Außentemperatur. Rote Beete als Smoothie verliert (nach meinem Geschmack) den erdigen Ton, den viele in gekochtem oder frischen Zustand nicht mögen. Gekühlt oder mit einem Teelöffel Leinsamen (verändert auch die Konsistenz) einfach köstlich. Das schöne daran:

  1. Rote Beete und Apfel gibt es regional.
  2. Der Geschmack ist unglaublich.
  3. Kaum Kalorien.
  4. Rote Beete lässt trotz der Süße nicht den Blutzuckerspiegel hochschnellen.
  5. Es geht fix.
  6. Sieht toll aus:DSC_1372

Und wenn ich mir die Tagespresse ansehe, dann gibt es massive Gründe immer wieder den ökologischen Vorteil einer vorwiegend regionalen und saisonalen Kost zu betonen und hier kreativ am Werk zu sein. Es müssen nicht ständig Südfrüchte oder Flugobst auf den Tisch. Wir wissen doch alle wie unverträglich unser Hunger nach Gesundheit, Frische und ständiger Verfügbarkeit ist und die Welt langfristig verändert. Siehe zum Beispiel den heutige Artikel über Avocadoanbau in Mexiko.

Ich habe heute mit einer Freundin den Apfelbaum im nahe gelegenen Park besucht und mithilfe einer selbstgebauten Pflückhilfe ein paar Äpfel geerntet. Die meisten Leute kaufen lieber die glatten „Pink Lady“ aus NZ. Schade. Ernten macht so viel Freude, auch bei Regen. ;)

Fenchel – Staudensellerie Rhabarber Smoothie

  • Stück Staudensellerie
  • 2 – 3 süße Äpfel
  • 1 Stange Rhabarber
  • 2- 3 Blätter Salat
  • 3 – 4 Datteln

Gut, die Rhabarber-Zeit ist leider schon wieder vorbei. Wie schnell die Zeit doch dahin rast. ;)

Dieser frische Smoothie ist sehr leicht, etwas säuerlich und köstlich erfrischend. Frischen Staudensellerie habe ich erst in diesem Jahr wieder für mich entdeckt. Während der Weiterbildung gab es einen köstlichen Salat aus sehr fein geschnittenem Staudensellerie. Danach gab es kein halten mehr und das gute Zeug musste in alles verarbeitet werden, vorzugsweise roh. (je knackiger desto besser)

Staudensellerie ist vollgepackt mit Vitaminen und wertvollen Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Phosphor, auch ätherisches Öl. Zudem soll die Staude harntreibend wirken. ;) Im Sommer werfe ich gerne zusätzlich ein paar Eiswürfel in den Mixer. Wahlweise passt auch frische Minze oder Ingwer dazu. Das belebt und erfrischt.

Viel Freude beim Genießen!